Ortsverein Hanau

DRK Hanau zieht Bilanz unter Corona-Bedingungen - 4600 ehrenamtliche Arbeitsstunden

Die Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Hanau fand unter Corona-Bedingungen statt.
+
Die Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Hanau fand unter Corona-Bedingungen statt.

Hanau – Jahreshauptversammlungen in Vereinen und Organisationen bieten Gelegenheit, Rückschau zu halten und einen Blick in die Zukunft zu richten. Doch Corona zwingt zur Reduktion – auch beim Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Hanau.

Kurz vor dem neuerlichen Lockdown fand dort eine schon länger geplante Hauptversammlung statt, die mit einer Dauer von gerade einmal 27 Minuten die vermutlich kürzeste Tagung in der jüngeren Geschichte des Vereins gewesen sein dürfte. Bereits einige Tage später wäre sie zudem wegen der seit Montag geltenden neuen Kontaktrestriktionen möglicherweise ganz ins Wasser gefallen.

Die obligatorischen Tätigkeitsberichte gab es diesmal nur schriftlich, Diskussionen und Beschlüsse wurden auf ein notwendiges Maß reduziert. Und zur Situation unserer Tage gehörte auch, dass während der Versammlung nebst der Wahrung des Mindestabstands Masken getragen werden mussten. So manches DRK-Mitglied ist aus Sorge um die eigene Gesundheit auch gar nicht erst erschienen.

Der Tätigkeitsbericht zeigt, dass hinter dem Symbol des Roten Kreuzes längst nicht nur der Rettungsdienst mit seinen hauptamtlichen Kräften steht, auf den das DRK in der Alltagswahrnehmung oft reduziert wird. Hinter den beeindruckenden Zahlen über die Aktivitäten stehen Menschen, die im Ehrenamt viele Freizeitstunden opfern, um unverzichtbare gesellschaftliche Dienste zu leisten.

Wer weiß schon, dass die so dringend notwendigen Blutspendeaktionen in Betrieben und städtischen Einrichtungen von Ehrenamtlern des DRK-Ortsvereins logistisch unterstützt werden? Oder die helfende Präsenz bei großen Festen? Auch sind es DRK-Mitglieder, die ehrenamtlich bei der Betreuung von Menschen helfen, wenn diese wegen eines Bombenfundes aus ihren Wohnungen müssen.

Da sind die „klassischen“ Sanitätsdienste, die im letzten Jahr allein schon mit knapp 2500 Arbeitsstunden zu Buche schlugen. Schließlich muss auch die Technik für die Hilfsdienste betreut werden, müssen Materialbestände gepflegt, Übungen und Lehrgänge absolviert oder andernorts Unterstützung geleistet werden. All das geschieht ganz überwiegend ebenfalls in der Freizeit. 2019 gingen dafür rund 4600 Arbeitsstunden drauf, wie der Tätigkeitsbericht zeigt.

Es ist nur einer von mehreren Ortsvereinen im Hanauer Stadtgebiet und im Landkreis, wie auch das DRK nur eine von mehreren Hilfsorganisationen ist, in denen Frauen und Männer ehrenamtlich tätig sind, gleich, ob beim Arbeiter-Samariter-Bund, bei den Johannitern, beim Malteser-Hilfsdienst, in der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft oder bei den freiwilligen Feuerwehren.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare