Land bewilligt Fördermittel

Pioneer Park: 500 000 Euro für E-Mobilitätsprojekt

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Ein tragender Baustein der Idee des Pioneer Parks: In Zukunft soll es für Quartiersanwohner und Besucher Sharing-Angebote mit verschiedenen E-Fahrzeugtypen, bestehend aus E-Autos, E-Bikes und E-Lastenbikes, geben.

Die LEG Hessen-Hanau GmbH erhält für die Umsetzung des E-Mobilitätskonzeptes im Pioneer Park Hanau im Rahmen des Programms „Förderung der Elektromobilität“ Fördermittel in Höhe von 500 000 Euro. Die Zuwendung erfolgt laut einer Mitteilung als anteiliger Zuschuss der Gesamtausgaben.

Fördermittelgeber ist das hessische Wirtschaftsministerium über die landeseigene HA Hessen Agentur. Damit honoriere und unterstütze das Land Hessen nach Angaben der LEG Hessen-Hanau „die Realisierung des größten deutschen E-Mobilitätsclusters“.

Die Idee des Pioneer Parks gründe sich laut der Entwicklergesellschaft auf den vier Säulen Soziales, Ökologie, Innovation und Geschwindigkeit. Die Umsetzung des E-Mobilitätskonzeptes sei dafür ein wichtiger Baustein.

Bis zu zwölf Ladesäulen geplant

Die bis zu zwölf geplanten E-Mobilitätsstationen werden neben einer öffentlich zugänglichen AC- und DC-Ladeinfrastruktur mit Ladeleistungen von bis zu 150 Kilowatt je Ladepunkt auch Sharing-Angebote für Quartiersanwohner und Besucher mit verschiedenen E-Fahrzeugtypen, bestehend aus E-Autos, E-Bikes und E-Lastenbikes, bereithalten.

Jeweils bis zu 70 Einheiten je Fahrzeugtyp könnten in der finalen Ausbaustufe zur Verfügung gestellt werden. Zielsetzung sei die Bereitstellung eines im Betrieb nahezu klimaneutralen Mobilitätsangebotes und die aktive Reduktion des motorisierten Individualverkehrs. Wegen des E-Mobilitätskonzeptes wurde der Stellplatzschlüssel für Wohnungen von der Stadt Hanau von zwei Stellplätzen auf 1,2 Stellplätze je Einheit reduziert. Darüber hinaus werde die LEG Hessen-Hanau GmbH an zwei E-Mobilitätsstationen im Eingangsbereich MyRenz-Paketboxen installieren, um den Lieferverkehr weitestgehend aus dem Quartier herauszuhalten.

Steuerungssystem verhindert Netzüberlastung

Das Herzstück des E-Mobilitätskonzeptes sei die erstmalige Implementierung eines zweistufigen Ladelast- und Energiemanagementsystems (LLEMS), das durch die Steuerung der Ladelast an unterschiedlichen Punkten im Quartier eine Netzüberlastung und in der Konsequenz eine Netzabschaltung wirkungsvoll verhindere. Das LLEMS steuere nicht nur die Ladeinfrastruktur an den E-Mobilitätsstationen, sondern auch die Ladeinfrastruktur an privaten Stellplätzen.

In der maximalen Ausbaustufe könnten bis zu 750 private und öffentliche Ladepunkte im Quartier entstehen. Das entspreche einer möglichen Elektrifizierung von bis zu 25 Prozent aller Stellplätze. „Vor dem Hintergrund der hohen Anzahl an Ladepunkten und der sehr hohen Ladeleistung hatten wir Sorge, dass es bei Spitzenbedarf zur Netzüberlastung kommt. Bei uns hat es höchste Priorität, dass kein Anwohner um eine leere Batterie am nächsten Morgen oder einen schwarzen Fernseher beim Länderspiel bangen muss. Dafür sorgt das intelligente LLEMS“, so Dr. Marc Weinstock, Geschäftsführer der LEG Hessen-Hanau GmbH.

Erste Station soll im Sommer in Betrieb genommen werden

Die Umsetzung des Konzeptes erfolgt durch die LEG Hessen-Hanau GmbH, die den Gewinner des Deutschen Umweltpreises 2019 GP Joule aus Reußenköge bei Husum in Schleswig-Holstein beauftragt hat. Die beiden Unternehmen haben das E-Mobilitätskonzept bereits gemeinsam geplant und arbeiten auch in anderen Vorhaben zusammen. Die erste Mobilitätsstation will die LEG Hessen-Hanau GmbH bis zum Sommer in Betrieb nehmen. Die Weiteren folgten kurzfristig. 

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Quelle: Hanauer Anzeiger

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