Mordprozess in Hanau

Ehefrau mit Dolch erstochen: Angeklagter schweigt

+
Bild zum Mordprozess in Hanau

Hanau - Im Prozess um einen Mord mit einem Dolch an seiner Ehefrau hat der Angeklagte zum Auftakt am Landgericht Hanau geschwiegen.

Auch zur Prozessfortsetzung wolle der 58-Jährige, ein ehemaliger Soldat aus Afghanistan, keine Angaben machen, wie sein Rechtsanwalt Benjamin Düring sagte. Der Beschuldigte hatte die Tat bereits zuvor eingeräumt und erklärt, dass er die Trennung von seiner Frau nicht akzeptieren wollte. Die von der Frau initiierte Trennung sei ein Angriff auf die Familienehre gewesen, für die sich der Mann habe rächen wollen.

Dem Mann wird vorgeworfen seine von ihm getrennt lebende Ehefrau im Dezember 2017 mit einem Dolch mit knapp 20 Zentimeter Klingenlänge ermordet zu haben. Er schnitt in der Innenstadt durchs Gesicht und fügte ihr rund 40 Stich- und Schnittverletzungen in Kopf, Hals und Oberkörper zu. Die Frau starb rund drei Stunden nach dem Verbrechen im Krankenhaus. In der Anklage heißt es, der Mann sei grausam und aus niedrigen Beweggründen vorgegangen. Das Paar war im Jahr 2010 nach Deutschland gekommen. Die Frau hinterlässt zwei Töchter. (dpa)

Gewalt in deutschen Gefängnissen ist Alltag

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion