Tierart zählt zu den Gewinnern 2020

Ein gutes Jahr für Wisente: Bestand im Wildpark Alte Fasanerie wächst

Elche und Wisente zählt die Tierschutzorganisation WWF zu den Gewinnern des Jahres 2020. Beide Arten kommen auch im Klein-Auheimer Wildpark vor und sind bei Besuchern beliebt. Wegen des Lockdowns ist die Fasanerie allerdings derzeit geschlossen
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Elche und Wisente zählt die Tierschutzorganisation WWF zu den Gewinnern des Jahres 2020. Beide Arten kommen auch im Klein-Auheimer Wildpark vor und sind bei Besuchern beliebt. Wegen des Lockdowns ist die Fasanerie allerdings derzeit geschlossen.

Mit Wisent und Elch leben im Wildpark Alte Fasanerie in Klein-Auheim zwei „Gewinner“ der Tierwelt. Die Tierschutzorganisation World Wildlife Foundation (WWF) machte unlängst einige Tierarten als Gewinner und Verlierer des Jahres 2020 aus. Zu den Gewinnern zählten demnach Wisent und Elch, aber auch Spitzmaulnashorn, Seegurke und Kegelrobbe. Die Bestände dieser Arten haben sich laut WWF entweder etwas erholt oder würden nun besser geschützt.

Nachdem es in der Fasanerie im November einen männlichen Neuzugang gab, sind im Elchgatter nun wieder zwei der nordischen Hirsche zu Hause. Die Elche gehören bei den Besuchern zu den beliebtesten Tieren.

Und auch der Wisentbestand im Wildpark hat sich 2020 weiter erholt. Die drei im Mai, August und November geborenen Jungwisente ließen die Herde unter Wisentstier Eginwald auf nunmehr acht Tiere anwachsen. „Für unsere kleine Wisentherde war 2020 ein äußerst erfolgreiches Jahr“, bilanziert Wildpark-Biologin Dr. Marion Ebel. „Wir haben von unseren noch recht jungen Wisentkühen in diesem Jahr gleich dreimal Nachwuchs bekommen.“ Das bedeute einen Zuwachs 60 Prozent bei den Wisenten.

Elche und Wisente zählt die Tierschutzorganisation WWF zu den Gewinnern des Jahres 2020. Beide Arten kommen auch im Klein-Auheimer Wildpark vor und sind bei Besuchern beliebt. Wegen des Lockdowns ist die Fasanerie allerdings derzeit geschlossen.

Zu den Verlierern zählt die Tierschutzorganisation dagegen die Feldhamster, die in Hanau auf den Feldern um Mittelbuchen vorkommen und deren Schutz im Zuge des umstrittenen Neubaugebiets zum Thema wurde. Trotz vieler Schutzmaßnahmen sind die Bestände auch in der Region immer weiter zurückgegangen, unter anderem Hitze und Trockenheit setzen den Nagern zu.

Neben den Feldhamstern gelten die ausschließlich auf Madagaskar lebenden Lemuren (aus der Familie der Feuchtnasenaffen), aber auch der wegen seines begehrten Kaviars gejagte Stör sowie Tintenfische und Makohaie als Verlierer 2020. Allgemein fallen auch die „australischen Tiere“, die durch die riesigen Buschbrände Anfang des Jahres besonders betroffen waren, in diese Kategorie.

Gefährdete Spezies: Ein ausgestopftes Exemplar des Feldhamsters.

Die Zahl der bedrohten Tierarten liegt dem WWF-Bericht zufolge auf Rekordniveau. Knapp 30 Prozent aller weltweit vorkommenden Tier- und Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste. Naturschützer machen dafür die Klimakrise, Zerstörung von Lebensraum, Überfischung der Meere und die Wilderei verantwortlich.

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