„Eine unglaubliche Chance“

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Iris Gavric und Daniel Otterbein haben es mit ihrem IKEA-Werbefilm ins Finale des renommierten Wettbewerbs „Die Klappe“ geschafft. Nun entscheidet die Netzgemeinde, ob die beiden Jungfilmer aus Großauheim und Obertshausen Deutschland auch beim internationalen Wettbewerb „Young Lions“ in Cannes vertreten dürfen. 

Großauheim - Unter die „Top 3“ in Deutschland haben sie es schon geschafft. Doch nun träumen die Großauheimerin Iris Gavric (24) und ihr aus Obertshausen stammender Kommilitone Daniel Otterbein (22) vom ganz großen Wurf: Die Teilnahme als Vertreter des deutschen Kreativfilm-Nachwuchses am renommierten Wettbewerb „Young Lions“ im südfranzösischen Cannes. Von Dirk Iding

Ob das aber tatsächlich klappt, liegt ganz in den Händen der „Netzgemeinde“. Per Online-Voting im Internet werden von heute bis 9. Juni die Sieger des diesjährigen Wettbewerbs „Die Klappe“, dem wichtigsten deutschen „Bewegtbilderwettbewerb“, gekürt. Als Hauptgewinn winkt die Teilnahme an dem internationalen Wettbewerb an der Cote d’Azur.

„Das ist für uns eine unglaubliche Chance“, spürt die 24-jährige Iris Gavric, die ebenso wie Daniel Otterbein an der Frankfurter „Academy of Visual Arts“, einer privaten Hochschule, Kommunikationsdesign studiert, Nervosität aufsteigen. Dabei können sich die beiden mit ihrem ebenso fantasievollen wie lustigen 40-Sekunden-Werbespot für das schwedische Möbelhaus IKEA unter dem Motto „Any place can be beautiful“ wirklich sehen lassen. Nun müssen sie sich damit gegen Jungfilmer aus Berlin und München, die Werbespots für Media-Markt und Bifi drehten, behaupten.

Drei Monate harte Arbeit

Drei Monate harte Arbeit stecken hinter dem kreativen IKEA-Spot, für den Iris Gavric und Daniel Otterbein zunächst das Drehbuch verfasst hatten, mit dem sie es unter 76 Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Endrunde des Wettbewerbs „Die Klappe“ geschafft hatten. Als eines von drei Finalteams konnte das hessische Duo dann seine Filmidee mit Unterstützung professioneller Partner in die Realität umsetzen. „Es ist unglaublich. Ich hätte nie gedacht, welch‘ großer Aufwand für so einen Spot betrieben werden muss“, wundert sich der 22-jährige Daniel Otterbein, der ebenso wie seine „Filmpartnerin“ bislang noch nie mit Werbefilmen in Berührung kam, noch heute. Allein 13 Stunden Filmmaterial wurden abgedreht, um am Ende den 40-Sekunden-Spot daraus zu schneiden.

Das Online-Voting startet heute.

Weitere Infos gibt`s auf der Internetseite der beiden Kreativen.

Ebenso überrascht waren Gavric und Otterbein davon, mit welch großem freiwilligem Engagement die Profis aus den beteiligten Firmen in Berlin und Frankfurt die Ideen der beiden Studenten „eins zu eins“ umsetzten. „Das ist zu 100 Prozent unser Film geworden“, freut sich die Großauheimer Studentin, dass ihre anfängliche Angst, aus ihrem Drehbuch könnte am Ende möglicherweise etwas ganz anderes entstehen, unbegründet war. Selbst bei der Auswahl des Hauptdarstellers, der unter 15 Schauspielern gecastet wurde, hatten die beiden Drehbuchautoren das letzte Wort.

Mittelloser Student steht im Mittelpunkt

In ihrem Spot, in dessen Mittelpunkt ein mittelloser Student steht, der sich mit allerlei kreativen Ideen etwas Geld verdient, spielen die beiden hoffnungsvollen Nachwuchsfilmer mit Produktnamen aus dem IKEA-Sortiment. Das überraschende Ende sei hier natürlich nicht verraten.

Offizielle Reaktionen von Seiten des schwedischen Möbelkonzerns auf ihren Spot haben Gavric und Otterbein noch nicht bekommen. Aber angesichts der Qualität sollte es nicht wundern, wenn der Streifen tatsächlich mal zu Werbezwecken eingesetzt würde.

Das „Making of“ zum kreativen Spot

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