Bürgerinitiative hat bereits 400 Unterschriften gesammelt

Einsatz fürs Strandbad in Großkrotzenburg

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Das Strandbad am Krotzenburger See soll in seiner jetzigen Größe dauerhaft unter Regie der Gemeinde Großkrotzenburg erhalten bleiben, fordert eine Bürgerinitiative, die dieser Tage gegründet wurde.

Großkrotzenburg - In Großkrotzenburg hat sich eine Bürgerinitiative zur Erhaltung des dortigen Strandbades formiert. Sie setzt sich dafür ein, dass das Strandbad dauerhaft in der jetzigen Größe unter Gemeinderegie erhalten bleibt.

Rund 400 Bürger haben bisher die Forderungen bei einer Unterschriftenaktion unterstützt. Knapp 50 Großkrotzenburger waren zur Gründungsversammlung der Bürgerinitiative gekommen. Gisela Lenz, seit Jahrzehnten begeisterte Schwimmerin im Krotzenburger See, schilderte die über zehnjährige Vorgeschichte der Bemühungen, jeweils durch Verhandlungen mit den Bürgermeistern bürgerfreundlichere Bedingungen am Strandbad herzustellen, wie etwa großzügigere Öffnungszeiten und keine vorzeitigen Schließungen nach Saisonende. Alle Vorstöße seien bisher „an den unflexiblen Entscheidungen des Gemeindevorstandes“ gescheitert.

Der Unmut vieler See-Besucher fand ihren Höhepunkt in einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses Mitte Oktober, in der nach zehnmonatiger interner Beratung der Gemeindevorstand ein Konzept vorlegen sollte, nach dem der Betrieb des Strandbades keine Verluste mehr einfahren sollte. Die Vorlage war so dürftig, dass alle Fraktionen diese Vorlage als völlig unzulänglich ablehnten, berichtet Lenz. Sie regten vielmehr an, dass der Gemeindevorstand bzw. die Verwaltung gemeinsam mit engagierten Bürgern ein neues Konzept ausarbeiten sollten.

Bei der Gründungsversammlung der Bürgerinitiative wurden zunächst fünf Vertrauensleute gewählt, die die Gespräche mit der Gemeindeverwaltung führen sollen. Es sind dies Aloys und Gisela Lenz, Ingrid Mehrbrodt-Händler, Claudia Sikora-Händler und Wolfgang Unterstein. Dann wurde eine Unterschriftenaktion beschlossen. In dem Text heißt es: „Wir unterstützen die Bemühungen der Bürgerinitiative, das Strandbad Spessartblick auf Dauer in seiner gesamten Größe – einschließlich der Parkplätze – in Gemeindeeigentum und unter verantwortlicher Regie der Gemeinde in seiner bestehenden Form als Strandbad zu erhalten“.

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Die Bürgerinitiative fordert alle Gemeindevertreter auf, ihre Bemühungen zu unterstützen, nachdem der Bürgermeister öffentlich erklärt habe, so Lenz, dass er der Bürgerinitiative keine Einblicke in Verwaltungsvorgänge geben werde. Inzwischen liegen in 40 Großkrotzenburger Gaststätten, Praxen und Geschäften die Unterschriftenlisten aus. Ebenso besteht die Möglichkeit, sich in eine Online-Petition einzutragen. Innerhalb von drei Tagen hätten bereits über 400 Menschen unterschreiben, meldet die Bürgerinitiative.

cs.

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