Wo einst Albrecht Dürer Quartier bezog

Hanau/Main-Kinzig-Kreis - (cs.) „Historische Orte des Genusses“ lautet das Motto des bundesweiten „Tags des offenen Denkmals“. Alle Bürger sind für kommenden Sonntag, 13. September, eingeladen, historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, zu erkunden.

In Hanau richtet sich das Augenmerk in diesem Jahr auf fünf Stationen.

Die Gustav-Adolf-Kirche in Großauheim will an die Menschen erinnern, deren Einsatz ihren Bau erst ermöglichte. Am 22. Januar 1911 wurde die Kirche eingeweiht, eine weitere Weihe folgte 1986 nach der zweiten grundlegenden Renovierung. Die Kirche im Neurenaissance-Stil erfreut im Innern durch Jugendstil-Ornamentik, die am Sonntag zwischen 14 und 17 Uhr bestaunt werden kann. Führungen finden um 14.30 Uhr und um 15.30 Uhr statt.

Das Heinrich-Fischer-Bad, als erstes Hallen- und Gartenbad Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg in den Jahren 1956 bis 1959 erbaut, beteiligt sich in diesem Jahr ebenfalls am Tag des Offenen Denkmals. Es verfügt bis heute über Teile der originalen Ausstattung mit Reliefs des Hanauer Künstlers Reinhold Ewald. Von 8 bis 18 Uhr werden Führungen nach Bedarf angeboten.

Die Gaststätte „Zum Rothen Löwen“ wurde 1727 als Ausspannstation und Gasthaus direkt gegenüber von Schloss Philippsruhe gebaut. Führungen werden um 14 und 15 Uhr angeboten. Daneben gibt es Musik zu Rippchen mit Kraut.

Der Bahnhof Wilhelmsbad wurde 1847/48 als Zubringer zum Wilhelmsbad und Aufenthaltsstation von Friedrich Wilhelm I. von Hessen-Kassel gebaut. Im früheren Empfangsgebäude ist heute eine Gaststätte eingerichtet, die am Tag des offenen Denkmals von 10 bis 14 Uhr ein Hessisches Frühstück anbietet.

Eine Führung durch den Staatspark Wilhelmsbad über die Parkpromenade und durch die Kur- und Badeanlage beginnt um 11 Uhr und um 14 Uhr. Interessierte können sich unter anderem in Bild vom Fortschritt der Bauarbeiten im Arkadenbau machen. Treffpunkt ist der Fürstenbau.

Fahrradtour durch drei Schlossgärten

Unter dem Titel „Petersilie Suppenkraut wächst in unserem Garten“ führt eine Fahrradtour entlang der drei Schlossgärten in Offenbach-Rumpenheim, Hanau-Philippsruhe und Hanau-Wilhelmsbad. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Radweg unterhalb des Eisernen Steges, Sachsenhäuser Ufer in Frankfurt Die Teilnahme kostet 10 Euro. Anmeldung: 069/2577- 1710.

Schließlich öffnet auch das Steinheimer „Dürerhaus“ (Am Maintor 1) seine Pforten. Erbaut von 1500 und 1545, soll das Wohnhaus der Überlieferung zufolge Übernachtungsherberge für Albrecht Dürer gewesen sein, der 1520 Groß-Steinheim passierte. Das Dürerhaus und das gegenüberliegende „Forum“ öffnen am 12. und 13. September von 11 bis 18 Uhr ihre Türen und präsentieren Schmuck, Skulpturen und Oberflächengestaltungen. Ausstellungseröffnung ist am Freitag, 11. September, 19 Uhr.

Im Main-Kinzig-Kreis kann unter anderem das Huttenschloss in Bad Soden-Salmünster besichtigt (10 bis 17 Uhr). Im Alten Rathaus in Bruchköbel (Hauptstraße) in der seit 1520 bestehende Weinkeller geöffnet. Führungen: 11, 13, 14.30 und 16.30 Uhr. Auf der Ronneburg werden nach Bedarf von 10 bis 18 Uhr Führungen angeboten. Und auch die Burg Brandenstein in Schlüchtern- Elm hat von 11 bis 17 Uhr offen. Außer Führungen gibt es Aktionen für Kinder.

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