Eisbahn mit Wärmestube

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Mehr als eine halbe Million Liter Wasser werden für die Eislaufbahn auf dem Marktplatz benötigt, die im Moment noch verlassen wirkt. Ab morgen tummeln sich dort Schlittschuhläufer und an mehreren Abenden auch Eisstockschützen.

Hanau ‐ Fünf waren es gestern Nachmittag; bis morgen sollen es sieben Zentimeter Kunsteis sein, auf denen Schlittschuhfans in den kommenden 26 Tagen ihre Runden auf dem Hanauer Marktplatz drehen können. Bis 24. Januar dauert dann die fünfte „Hanauer Eiszeit“. Von Christian Spindler

Am 23. Dezember wurden auf dem Marktplatz die letzten Stände des Weihnachtsmarktes abgebaut. Wenige Stunden später standen dort bereits die Zelte und der Unterbau für die 750 Quadratmeter große Eisfläche. „Und an Heiligabend war das erste Eis bereits gefroren“, sagt Bernd Michel vom städtischen Veranstaltungsbüro.

45 Kilometer dünne Schläuche wurden verlegt, durch die das Kühlmittel zirkuliert, das das Wasser auch bei Plus-Graden gefrieren lässt. „Erst ab 15 Grad bekommen wir Probleme“, sagt Michel, während der Schlittschuhverleih sortiert, ein Problem mit einem falsch aufgebauten Pagodenzelt beseitigt und der Gastronomiebereich eingerichtet wird.

100.000 Euro lässt sich die Stadt die Eiszeit kosten

Letzter ist in dieser Art eine Neuerung an der Eisbahn, die es in Hanau seit 2005 alljährlich gibt. „Das wird eine deutliche Qualitätsverbesserung“, so Michel. Hinter einer großen Panoramascheibe stehen im beheizten Catering-Bereich Stehtische und Sitzgruppen. Von dort aus kann man das Treiben auf der Bahn verfolgen und etwas essen oder trinken - von Glühwein über Säfte bis Suppen und Pommes reicht das Angebot, erläutert Christoph Eller („Café Central“). Bis 22 Uhr hat die Eisbahn-Lounge geöffnet, an den Wochenenden gar bis 23 Uhr.

100.000 Euro lässt sich die Stadt die 26-tägige Eiszeit kosten. Nach der Premiere 2005 auf dem Freiheitsplatz haben die von der Stadt beauftragten Spezialisten von „Inter Event“ aus Westfalen die Anlage nun im vierten Jahr neben dem Brüder-Grimm-Denkmal aufgebaut. Zwei Dutzend solcher Eisbahnen betreut das Unternehmen bundesweit.

250 Paar Kufenschuhe hat die HMG angeschafft

Mit mindestens 15.000 Besuchern rechnet die Hanau Marketing Gesellschaft (HMG) bis 24. Januar. Die Nachfrage war bereits im Vorfeld enorm, die speziellen Termine für Schulen und Kitas ruckzuck ausgebucht. 46 Gruppen haben sich angemeldet: neuer Rekord.

Von einem neuen Gastronomiezelt aus kann man durch eine große Panoramascheibe direkt auf die Eisbahn schauen.

Auch beim Schlittschuhverleih richtet man sich auf einen großen Ansturm ein. 250 Paar Kufenschuhe hat die HMG angeschafft. Engpässe könnte es zu Stoßzeiten trotzdem geben. Bernd Michel: „Es ist sicherer, eigene Schuhe mitzubringen.

Die Eis-Spezialisten von „Inter Event“ sind mittlerweile abgereist. Städtische Mitarbeiter kümmern sich nun ums Eismachen. Jeden Abend wird Wasser auf die Bahn gesprüht, damit immer die sieben Zentimeter Eis auf der Bahn sind. Morgen um 10 Uhr wird die Anlage fürs Publikum freigegeben.

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