Heinrich-Fischer-Bad

Freibad in Hanau öffnet: Worauf es nach der Corona-Pause ankommt

Bäderchef Uwe Weier springt im Heinrich-Fischer-Bad in Hanau vom 5 Meter Turm aus dem Handstand ins Wasser.
+
Sprungturm-Einweihung: Nach der Corona-Pause kann das Freibad in Hanau wieder aufmachen.

Aufgrund sinkender Corona-Inzidenz kann das Heinrich-Fischer-Bad in Hanau wieder öffnen. Ganz normal ist der Alltag im Freibad aber noch nicht.

Hanau – Für den Chef der Hanauer Schwimmbäder begann die Freibadsaison mit einem doppelten Salto aus dem Handstand vom Fünfer. Uwe Weier ließ es sich am Eröffnungstag nicht nehmen der Erste zu sein, der den beliebten Sprungturm im Heinrich-Fischer-Bad hochklettert, um sich ins 21 Grad warme Wasser zu stürzen.

„Herrlich, das könnte ich gerade noch mal machen“, lautete denn auch sein Resümee zum ersten Bad im Schwimmerbecken. Als Angestellter der Hanauer Bäder GmbH darf er das sogar ganz offiziell während seiner Dienstzeit tun: Eine halbe Stunde am Tag dürfen Bäderbedienstete schwimmen – nicht zuletzt, um sich körperlich fit zu halten.

Zum Fitwerden und Fitbleiben zog am frühen Morgen auch Badegast Ralf Gloger seine Bahnen. Der Maintaler genoss die ersten Schwimmzüge nach über einem halben Jahr coronabedingter Abstinenz. „Endlich wieder Normalität. Ich komme in der Saison 30- bis 40-mal zum Schwimmen hierher“, erzählte er. Für eine gute Stunde sei er dann im Becken. Am Montag hatte er es, wetterbedingt, zunächst für sich alleine. „Mir macht der Regen nichts aus, nass werde ich ja ohnehin“, so der Brustschwimmer, der im Dauerregen seine Bahnen zog.

Corona-Regeln beim Schwimmen: Freibad in Hanau öffnet

An sonnigen, warmen Tagen dürfte es im Heinrich-Fischer-Bad anders aussehen. Bis zu 600 Gäste dürfen das Bad dann unter Coronabedingungen besuchen.

Um den Besucherstrom zu regeln, gibt es verschiedene Eingangsbereiche. „Wir haben einen Zugangsweg für Dauergäste und Kursteilnehmer und einen für die normalen Badegäste“, so die leitende Schwimmmeisterin Anja Sattler. An heißen Tagen empfiehlt sie eine Onlinereservierung, mit der man via Handybarcode oder ausgedrucktem Ticket Einlass bekommt.

Aber auch wer spontan schwimmen gehen möchte, kann dies im Heinrich-Fischer-Bad tun. 100 der insgesamt 600 möglichen Gästeplätze sind für Spontanbesucher reserviert.

Ganz ohne Masken geht es im Freibad in Hanau noch nicht

Die Außenumkleiden, Toiletten und Duschen sind für diese normal zugänglich. Im Bereich der Kasse müssen Masken getragen werden. Auf der Liegewiese herrscht, vorausgesetzt die Abstandsregeln werden eingehalten, freie Platzwahl.

„Innerhalb des Schwimmerbeckens haben wir die Begrenzungen der Bahnen aufgehoben. Wir haben im vergangenen Jahr gute Erfahrungen gemacht. Die Gäste halten sich auch im Wasser an die gängigen Abstandsregelen“, so Uwe Weier. Bereits um 6.30 Uhr waren am Montagmorgen die ersten vier Badegäste im Wasser. „Das waren Dauerkartenbesitzer, die schon viele Jahre um diese Uhrzeit kommen, bekannte Gesichter“, berichtet Bäderfachangestellte Melanie Martins. Viel zu tun hat sie am Montag nicht, auch zwei Stunden nach Badöffnung sind lediglich zwei Schwimmer im Wasser. „Das wird sich in den kommenden Tagen, wenn das Wetter besser wird, sicherlich ändern“, sagt sie. Für heute jedoch hat sie ihren Regenschirm aufgespannt und beobachtet vom Beckenrand aus die Schwimmgäste.

Absprung aus fünf Metern Höhe: Das Freibad in Hanau kann nach Corona-Pause wieder öffnen.

Freibad-Eröffnung in Hanau sorgt für positive Stimmung

Im Wasser ist auch Heidrun Muth. Die Steinheimerin besitzt eine Jahreskarte, kommt vier- bis fünfmal in der Woche zum Schwimmen – heute eben bei Regen. „Das Wetter ist mir egal, ich werde ja sowieso nass und das Wasser ist angenehm warm“, sagt sie. Immerhin beträgt die Wassertemperatur an diesem Montag um halb neun 21 Grad im Schwimmer und 24 Grad im Nichtschwimmerbecken. Das Wasser ist somit wärmer als die Luft.

Bäderchef Weier ist für die bevorstehende Saison positiv gestimmt: „Wir sind froh, endlich wieder aufmachen zu können und haben trotz Corona im vergangenen Jahr nahezu unser Zielergebnis erreicht.“ Das sei dank Überstundenabbau, Kurzarbeit und Soforthilfen möglich gewesen. „Für eine defizitäre Sparte, wie es Schwimmbäder nun mal sind, ist das toll. Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.“ (Kerstin Biehl)

Weitere Infos

Das Heinrich-Fischer-Bad ist montags bis freitags von 6.30 bis 13 Uhr und von 14 bis 20 Uhr geöffnet. Samstags und sonntags sind die Becken ab 8 Uhr zugänglich. Der Eintritt kostet 4,40 Euro für Erwachsene und 2,60 Euro ermäßigt sowie für Kinder. hanau-baeder.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare