Erinnerung an Hans Martin

Gefahrenabwehrzentrum Hanau feiert Tag der offenen Tür 

Hanau - Anlässlich des Tags der offenen Tür im Gefahrenabwehrzentrum erfolgte gestern die offizielle Namensgebung für den Sitz der Hanauer Hilfs- und Rettungsdienste im Stadtteil Lamboy.

Das Zentrum an der August-Sunkel-Straße trägt jetzt den Namen des langjährigen Oberbürgermeisters und Ehrenbürgers Hans Martin, der im vergangenen Jahr verstorben war. Abseits vom Festbetrieb enthüllten Vertreter der Hilfs- und Rettungsdienste und Repräsentanten der Stadt im Foyer des Obergeschosses Gedenktafel und Porträt des Namensgebers. Das Foyer sei der „am stärksten frequentierte Bereich“ im Haus, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky, und eigne sich deshalb bestens als Platz für die Würdigung und Erinnerung an Hans Martin, der die Geschicke der Stadt bis 1994 erfolgreich geleitet habe - sowohl im Sachen Stadtentwicklung, als auch im Bereich des Brandschutzes, für den er Kraft seines Amtes verantwortlich war. Das Porträt stammt aus dem Atelier des Klein-Auheimer Malers Erhard Angermann und ist im oberbürgermeisterlichen Dienstzimmer im Jahr 1992 entstanden. Angermann hat das Ölgemälde der Stadt übereignet.

Anschließend wurden vor dem Gefahrenabwehrzentrum Fahnenbanner gehisst, die den neuen Namen des Zentrums weithin sichtbar machen.

Auf dem Gelände herrschte zu dieser Zeit bereits Hochbetrieb. „Es läuft sehr gut,“ so Feuerwehr-Pressesprecher Tibor Róka. Ganze Familien flanierten entlang der aufgereihten Einsatzfahrzeuge und informierten sich bei den Einsatzkräften über Funktion und Ausrüstung. Für manchen Knirps, der einmal im Führerhaus probesitzen oder sogar die Wasserspritze lich bedienen durfte, möglicherweise der erste Schritt zum künftigen Engagement bei der Feuerwehr. Das laufe sehr gut, so Tibor Róka. Mittlerweile gibt es in allen Stadtteilen Kinderfeuerwehren, und die Wehr Hanau-Mitte stellte beim gestrigen Tag der offenen Tür ihre brandneuen „Feuerdrachen“ vor - die jüngste Kinderfeuerwehrtruppe, mit der nun der letzte weiße Fleck auf der Hanauer Karte getilgt ist.

Tag der offenen Tür im Gefahrenabwehrzentrum Hanau: Bilder

Keine Bange also um den Nachwuchs. Im Gegenteil. In vielen Stadtteilen gebe es sogar bereits Wartelisten für einen Platz in der Kinderfeuerwehr.

Mit 180 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten und 65 hauptberuflichen Brandschützern steht Hanau laut Róka „eigentlich ganz gut da“, doch „es könnten ruhig mehr sein“. Auch angesichts der Größe Hanaus mit seinen fast 100.000 Einwohnern. Und mit 600 Einsätzen in den ersten sechs Monaten des Jahres seien die Frauen und Männer schon ganz schön gefordert. Dennoch sei die Wehr personell und technisch „gut aufgestellt“, wovon sich die Besucher gestern überzeugen konnten. Bei Übungen simulierten die Einsatzkräfte spektakuläre Fettexplosionen oder das Vorgehen bei der Unfallrettung. Mit Infos über ihre Arbeit standen auch DLRG, DRK, Johanniter, Technisches Hilfswerk und Polizei bereit. Anziehungspunkt waren auch historische Feuerwehrfahrzeuge: liebevoll restaurierte Stücke, die befreundete zur Verfügung stellten. Aus Schotten war gar ein Hydrantenwagen aus dem Jahr 1898 angereist.

Rubriklistenbild: © Kögel

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