Grimms Märchenreich schreibt mit fast 50 000 Besuchern eine Erfolgsgeschichte

Erster Geburtstag mit verschlossenen Türen

Eine Kletterpartie ist derzeit im Märchenreich nicht möglich. Das Museum ist bis auf Weiteres geschlossen. Archivfoto: SPINDLER

Hanau – Es war ein Geburtstag ohne großes Aufhebens. Er fand mit verschlossenen Türen statt. Gleichwohl ist das einjährige Bestehen des Mitmachmuseums Grimms Märchenreich in Schloss Philippsruhe mit einer Erfolgsmeldung verbunden. Seit der Eröffnung am 13.

April 2019 bis zum Tag der Corona-bedingten Schließung am 13. März besuchten 49 776 Gäste das Museum. Bis zum eigentlichen Jahrestag „hätten wir die 50 000 locker überschritten“, sagt Leiterin und Kuratorin Nina Schneider, die bedauert, dass das „Einjährige“ ohne Besucher gefeiert werden musste: „Wirklich schade, dass es so gekommen ist. “.

Allein in den ersten zweieinhalb Monaten des Jahres seien 6353 Menschen zu Besuch in Grimms Märchenreich gewesen. „Eine unglaubliche Zahl, über die wir uns als Team sehr gefreut haben“, so Schneider. Auch Martin Hoppe, Leiter des Fachbereichs Kultur der Stadt, ist sehr zufrieden mit dem ersten Jahr des Museums: „Bereits nach den ersten 100 Tagen zeigte sich, dass das pädagogische Konzept aufgegangen ist. Denn schon im August 2019 hatten 31 000 Gäste das Märchenreich besucht – wesentlich mehr als wir seitens der Stadt und der Karlsruher Ausstellungs-Agentur Schwarz-Düser*Düser erhofft hatten.“

Von Anfang an verzeichnete das erste Brüder-Grimm-Mitmachmuseum für Kinder und Familien ein großes landesweites Interesse. TV- und Radio-Sender sowie regionale und überregionale Zeitungen berichteten über das innovative Museumskonzept. Als Kinder- und Familienmuseum geplant, zeigte sich schnell, dass das Märchenreich ein Museum für alle Generationen ist, heißt es in der Jahresbilanz. Kinder mit Eltern und Großeltern fanden Gefallen an der interaktiven Präsentation der sieben Märchenwelten, vertieften sich in Leben und Werk der in Hanau geborenen Märchensammler und Germanisten, bestaunten die originale Aktentasche und den Hausrock von Jacob Grimm und studierten den 20 Meter langen Zeitstrahl zu Leben und Werk der Grimms.

„Es war schön zu sehen, wie Schloss Philippsruhe und sein neues Museum von Kindern und Erwachsenen hervorragend angenommen wurden. Ich bin mir sicher, dass das auch nach der Corona-Krise wieder so sein wird“, sagt OB Claus Kaminsky.

Aktuell ist das Museum noch bis mindestens 4. Mai geschlossen. Bis dahin wollen Bundesregierung und das Land Hessen weitere Informationen zu möglichen Lockerungen der Sicherheitsmaßnahmen bekannt geben.

Derzeit kann man im Internet märchenhafte Bastelanleitungen herunterladen oder virtuell anhand eines Kurzfilms das Museum besuchen.   cs.

Infos im Internet

hanau.daheim.de grimms.hanau.de

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