„Lenz“ ist der Star

Tierkinderstube im Wildpark ist prall gefüllt

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Auch die Mufflons haben im Wildpark „Alte Fasanerie“ für ordentlich Nachwuchs gesorgt. Zur Zeit tummeln sich in dem weitläufigen Gehege der Wildschafe acht Lämmer.

Klein-Auheim - Für Tier- und Naturfreunde lohnt sich ein Besuch des Klein-Auheimer Wildparks zu jeder Jahreszeit. Doch im Frühjahr macht ein Spaziergang durch die „Alte Fasanerie“ besonders viel Spaß. Denn jetzt ist in nahezu allen Gehegen Tiernachwuchs zu bestaunen. Von Holger Hackendahl 

„Ach, wie süüüüß“, ist derzeit wohl eine der am häufigsten gehörten Äußerungen im Wildpark. Der Lenz sorgt traditionell für mächtig viel Nachwuchs in der Tierkinderstube des Klein-Auheimer Wildparks. Und weil das Eselsfohlen von Mutter „Anni“, die zum zweiten Mal Nachwuchs auf die Welt brachte, just am 20. März, dem Frühlingsanfang, geboren wurde, tauften die Wildpark-Mitarbeiter den Kleinen auch gleich auf den Namen „Lenz“. Gerade bei den jungen Wildparkbesuchern ist der kleine Esel mit seinem schwarzen Fell zur Zeit der Star im Wildpark. Dort sind auch die „Glücksbringer“ zurück: Das Weißstorchenpaar ist ins Storchengehege zurückgekehrt. „Wir hoffen, dass sie erfolgreich ihrem Brutgeschäft nachkommen“, ist Dr. Marion Ebel, Biologin des Wildparks, zuversichtlich. Während man also bei den Störchen noch froher Hoffnung ist, zieht das Nilganspaar im selben Gehege bereits sechs Küken groß.

Am „produktivsten“ aber waren wieder einmal die Wildschweine, die eigentlich das ganze Jahr über „frischen“. In den Gattern tummeln sich derzeit mehr als 20 Frischlinge, alle noch mit der typischen Streifenfärbung. „Drei Monate, drei Wochen und drei Tage“, heißt die Faustformel für die Tragezeit der Wildschweinmütter, die rottenweise durch die Gehege streifen. Vor allem im Ostgatter kennen die putzigen Frischlinge keine Scheu, rüsseln im Waldboden oder dösen in der Frühlingssonne. Bei den Mufflons tummeln sich derzeit acht Lämmer im Gehege, darunter auch ein Zwillingspärchen. Zudem kann seit kurzem das Sikawild ins benachbarte Mufflongehege. „Es wurde eine Verbindung zwischen beiden Gehegen geschaffen. Das Sikawild soll die Weidefläche der Mufflons nutzen und mithelfen, das Gras abzuäsen“, erläutert Dr. Ebel.

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Auch bei den Highland- Auerochsenmischungen wurden im Frühjahr fünf Kälbchen geboren. Nachwuchs hat sich in der Fasanerie auch bei den alten Landrassen eingestellt. Bei den Thüringer Waldziegen sind jeweils zwei Doppelpacks angekommen und auch bei Leinengans „Steffi“ werden hoffentlich bald Gössel schlüpfen. „Sie sitzt auf rund einem Dutzend Eier und wir hoffen, dass sie davon einige erfolgreich ausbrütet“, freut sich die Biologin zudem, dass sich auch bei den Rhönkaninchen dreifacher Nachwuchs eingestellt hat. Meckern ohne Ende auch im Streichelgehege, wo sich gleich mehrere Zicklein in der Frühlingssonne sichtlich wohl fühlen. Beim Dam-, Rot- und Sikawild werden viele Geburten erst in den nächsten Wochen erwartet.

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