Comoedienhaus und Badehaus

Finanzspritze: Bund unterstützt Sanierungen in Wilhelmsbad mit 7,17 Millionen Euro

Allein die Sanierungsmaßnahmen im Comoedienhaus Wilhelmsbad werden rund 7,4 Millionen Euro kosten. Der Bund ist bereit, davon rund die Hälft zu übernehmen.
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Allein die Sanierungsmaßnahmen im Comoedienhaus Wilhelmsbad werden rund 7,4 Millionen Euro kosten. Der Bund ist bereit, davon rund die Hälft zu übernehmen.

Gute Neuigkeiten aus Berlin für die Brüder-Grimm-Stadt: Auf Initiative der Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Katja Leikert, beteiligt sich der Bund mit 3,75 Millionen Euro an den Kosten der baulichen Sanierung des Comoedienhauses Wilhelmsbad.

Hanau – Mit weiteren 3,42 Millionen Euro will der Bund die Wiederherstellung des historischen Badehauses bezuschussen. Die Mittel stammen aus dem Fördertopf „Zuschuss für investive Kulturmaßnahmen bei Einrichtungen im Inland“.

„Für den Kulturstandort Hanau sind das wirklich gute Nachrichten. Dass sich unsere Bundestagsabgeordnete Dr. Leikert gleich für zwei bedeutende Sehenswürdigkeiten erfolgreich einsetzen konnte, unterstreicht die kulturelle Bedeutung der ehemaligen Kuranlage“, freuen sich der Hanauer CDU-Vorsitzende Joachim Stamm und die Fraktionsvorsitzende Isabelle Hemsley.

Sanierung im Comoedienhaus kostet insgesamt 7.4 Millionen Euro

Im vergangenen September hatte sich Dr. Leikert bei einem Termin in Wilhelmsbad über den Zustand des historischen Theaters und des Badehauses sowie die bereits geplanten umfangreichen Arbeiten am Comoedienhaus informiert.

Die geschätzten Gesamtkosten für die Sanierung des historischen Scheunentheaters belaufen sich laut einer von der Stadt Hanau beauftragten Vorstudie zur Feststellung der erforderlichen Baumaßnahmen auf rund 7,4 Millionen Euro. Die Finanzspritze aus Berlin sei daher hochwillkommen, teilte die Stadt Hanau in einer Presseerklärung mit.

Bund hat bereits sich an Sanierung des Nordflügels beteiligt

Bereits vor zwei Jahren hatte der Bund mit zwei Millionen Euro die Sanierung des Nordflügels von Schloss Philippsruhe unterstützt. Hierfür hatte sich die heimische Bundestagsabgeordnete gemeinsam mit ihrem Kollegen Dr. Sascha Raabe (SPD) ebenfalls stark gemacht.

Für die aktuelle Förderung durch den Bund verweist Leikert darauf, dass wie bei allen Vorhaben dieser Art zur Umsetzung nun eine anteilige Kofinanzierung über das Land Hessen beziehungsweise die Stadt Hanau erfolgen muss. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Heiko Kasseckert unterstütze das Vorhaben, schreibt die Bundestagsabgeordnete.

Spenden gesammelt mit Paten-Aktion

„Die Stadt Hanau wird sich ihrer Verantwortung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln stellen, um die aus unserem Kulturangebot nicht wegzudenkende historische Spielstätte zu erhalten“, betonte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD).

Der „Förderverein für das Karussell im Staatspark Hanau-Wilhelmsbad e.V.“ setze sich ebenfalls für das Comoedienhaus ein. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Aktion „Stuhlpatenschaft“ gestartet, um Spenden für eine zeitgemäße technische Ausstattung zu erlösen.

Finanzielle Beteiligung des Landes Hassen soll geprüft werden

Hanaus Stadtoberhaupt sieht allerdings auch das Land Hessen in der Pflicht, sich zu engagieren. In Briefen an Angela Dorn (Grüne), Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, sowie an den Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) bittet er jetzt darum, das Land möge prüfen, inwieweit es sich finanziell an der Sanierung und Erhaltung des historischen Theaters beteiligen kann.

„Die Aufgabe ist groß und für eine Kommune wie Hanau nur sehr schwer im finanziellen Alleingang zu bewältigen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass noch nicht abzusehen ist, in welchem Ausmaß sich die Corona-Pandemie auf den städtischen Haushalt auswirken wird“, unterstreicht Kaminsky seine Bitte um Unterstützung.

Comoedienhaus ein Anziehungspunkt für Hanau

Er weist zudem darauf hin, dass das Comoedienhaus seit seiner Wiedereröffnung im Jahr 1969 als Teil der Gesamtanlage Staatspark Wilhelmsbad ein Anziehungspunkt ist, der die Parkpromenade und den Park belebt.

Dazu trage auch die Geschäftsstelle des Theaters bei, die im Jahr 2015 nach Wilhelmsbad umgezogen ist. Großer Beliebtheit erfreue sich auch das Theatercafé im Comoedienhaus, das seit Juni unabhängig von einem Veranstaltungsbesuch für die Gäste des Staatsparks geöffnet ist.  did

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