Spatenstich vorgenommen

Fraunhofer bekommt Neubau

Und die Big Band der Karl-Rehbein-Schule (oben) spielte dazu: Zum Spatenstich übergab OB Kaminsky offiziell die Baugenehmigung der Stadt Hanau für den Neubau der Fraunhofer-Projektgruppe IWKS an Professor Sextl.

Wolfgang - Großer Bahnhof im „Fraunhofer-Science-Park“ auf dem Gelände der ehemaligen Wolfgang-Kaserne. Von Dirk Iding 

Im Beisein vom hessischen Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU), Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) und Dr. Lorenz Kaiser vom Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft wurde vor zahlreichen Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft und Forschung der Spatenstich des Neubaus für die Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie (IWKS) vorgenommen. Rund 28,5 Millionen Euro wird der Bau kosten, in dem auf einer Nutzfläche von knapp 2600 Quadratmetern Büros, Labor- und Technikräume untergebracht werden. Es war innerhalb von drei Wochen der zweite Spatenstich für die Fraunhofer-Projektgruppe IWKS, nachdem am zweiten Standort im bayerischen Alzenau bereits ebenfalls der Startschuss für einen Neubau gegeben wurde. An beiden Standorten zählt die Fraunhofer-Projektgruppe mittlerweile 90 hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und laut Dr. Kaiser vom Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis aus der Projektgruppe ein eigenständiges Fraunhofer-Institut wird, das sich nach Auffassung von Wissenschaftsminister Rhein mit einer der „Schlüsselkompetenzen für eine zukunftsfähige Gesellschaft befasst“, nämlich den effizienten Umgang mit Rohstoffressourcen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der IWKS-Projektgruppe suchen unter anderem nach Wegen, seltene Erdmetalle, die vorwiegend in China abgebaut werden und deren Vorkommen endlich ist, entweder effizient zu recyceln oder sie durch künstlich hergestellte Stoffe zu ersetzen. „Und mit diesem Anliegen entsteht der Neubau der Fraunhofer-Projektgruppe genau dort, wo er hingehört, nämlich in Hanau, wo es bereits eine hohe Dichte an Unternehmen gibt, die im Themenkomplex Wertstoffe und Materialien tätig sind.“

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Minister Rhein würdigte ausdrücklich dabei die außerordentlichen Anstrengungen Hanaus um die Ansiedlung der Fraunhofer-Projektgruppe. Dabei hatte sich die Brüder-Grimm-Stadt auch gegen die „Wissenschaftsstadt“ Darmstadt durchgesetzt. Unter anderem dadurch, dass die Stadt Hanau binnen weniger Wochen mit dem kurzerhand „Fraunhofer-Science-Park“ getauften Areal auf der ehemaligen Wolfgang-Kaserne ein geeignetes Grundstück präsentieren konnte.

Oberbürgermeister Kaminsky sprach denn auch beim Spatenstich für den Fraunhofer-Neubau von einem „weiteren Kapitel in der Erfolgsstory Konversion“ für Hanau und übergab dem kommissarischen Projektgruppen-Leiter, Professor Gerhard Sextl, Leiter des Fraunhofer-Institut für Silicatforschung, gleich die mehrere hundert Seiten starke Baugenehmigung.

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