Freiheitsplatz: Parlament hält an Planung fest

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Folge man dem Vorschlag der Linken, werde den gescheiterten Plänen zur Gestaltung des Freiheitsplatzes ein weiterer hinzugefügt und 2 bis 3 Millionen Euro Planungskosten in den Sand gesetzt, meint die CDU.

Hanau ‐ Das Stadtparlament hat mit breiter Mehrheit die Forderung der Linken abgelehnt, über die Bebauung des Freiheitsplatzes neu nachzudenken.  Von Erwin Diel

Mit dem Kauf des leer stehenden Karstadt-Gebäudes und des benachbarten ehemaligen Sporthauses Barthel durch Investor HBB sei eine neue Situation entstanden. Es sei nun möglich, den Freiheitsplatz weitgehend zu schonen, so die Linken. HBB will bekanntlich auf einem Teil des Freiheitsplatzes eine Gebäudegruppe mit Einkaufszentrum und neuer Stadtbibliothek bauen. Die Linken warnen vor leer stehenden Läden. Es sei nicht ersichtlich, wo die Kaufkraft herkommen solle, um den Geschäften auskömmliche Umsätze zu bescheren.

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Mit ihrer Forderung blieb die Fraktion im Stadtparlament aber alleine. Wer das Ergebnis des „Wettbewerblichen Dialogs“ zur Innenstadtgestaltung zurückdrehe, verhindere neben Millionen-Investitionen in Hanau auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze, kritisierte OB Claus Kaminsky (SPD). Das sei unsozial. Es sei eine große Chance, dass nun durch Abriss und Neubau der Karstadt-Immobilie weitere Einkaufsflächen in moderner Form auf den Markt kämen. Damit komme Hanau dem Ziel näher, verloren gegangene Kaufkraft in die Stadt zurückzuholen. Das Einkaufszentrum Freiheitsplatz konkurriere auch nicht mit den Projekten „Postcarré“ (vor Weihnachten eröffnet) und dem geplanten „Kinzigbogen“ auf dem Gleisbauhof. Das seien gänzlich verschiedene Angebote.

Noch diese Woche sind Verbesserungen zu erwarten

Die CDU hält die nun erfolgte Einbeziehung des Karstadt-Komplexes in das Einkaufszentrum für einen Beitrag zur wirtschaftlichen Sicherung des Projektes. Nun könne eine Gesamthandelsfläche von mehr als 18.000 Quadratmetern aus einer Hand betrieben werden, sagte Christdemokrat Franz Ott. Folge man dem Vorschlag der Linken, werde den gescheiterten Plänen zur Gestaltung des Freiheitsplatzes ein weiterer hinzugefügt und 2 bis 3 Millionen Euro Planungskosten in den Sand gesetzt.

Die CDU hat die Kritik an den bisher vorliegenden Architektur-Entwürfen zur Fassade des Einkaufszentrums Freiheitsplatz unterstrichen. Er teile diese Kritik, sagte OB Kaminsky. Noch in dieser Woche seien erheblich nachgebesserte Entwürfe zur erwarten.

Skeptisch beurteilt die Union die Verlagerung des Kino-Standortes vom Freiheitsplatz auf das Feuerwehrgelände am Steinheimer Tor. Das trage nicht zum Ziel vorgegebenen Ziel bei, die Innenstadt abends zu beleben.

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