Von Fremden zu Vertrauten

18. Hanauer Frauenwochen

Hanau - Sie haben schon Tradition in der Brüder-Grimm-Stadt: Die Hanauer Frauenwochen. Vom 1. bis 23. März findet die Veranstaltungsreihe bereits zum 18. Mal statt.

Aus bescheidenen Anfängen hat sich mittlerweile ein großes, vielfältiges Programm entwickelt, an dem sich inzwischen fast 40 Vereine und Organisationen beteiligen.

Wie in jedem Jahr bildet der „Weltgebetstag der Frauen“ am 1. März den Auftakt der Hanauer Frauenwochen. Der steht diesmal unter dem Motto „Ich war fremd - ihr habt mich aufgenommen“ und passt somit besonders gut zu dem interkulturellen Ansatz, den die Hanauer Frauenwochen von Beginn an verfolgten.

Wie Fremde zu Vertrauten werden können

Die Liturgie des ökumenischen Gottesdienstes am Weltgebetstag der Frauen wurde diesmal von Frauen aus Frankreich vorbereitet. Gottesdienste zum Weltgebetstag finden statt in der Martin-Luther-Stiftung (15 Uhr), im Gemeindezentrum Waldsiedlung (17 Uhr), in der Evangelischen Erlöserkirche Klein-Auheim (19 Uhr), im Evangelischen Gemeindezentrum Mittelbuchen (19 Uhr), in St. Nikolaus Steinheim (19 Uhr) sowie in der Evangelischen Kreuzkirche im Stadtteil Lamboy (19.15 Uhr).

Wie Fremde zu Vertrauten werden können, wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen, das ist ein Ansatz, der sich wie ein roter Faden durch viele der insgesamt 18 Veranstaltungen im Rahmen der Hanauer Frauenwochen zieht. Viele der beteiligten Organisationen stellen sich und ihre Arbeit bei einem Infomarkt vor, der am Samstag, 2. März, von 10 bis 14 Uhr im Foyer des Neustädter Rathauses stattfindet. Dabei eröffnet die Hanauer Frauenbeauftragte Imke Meyer die Frauenwoche auch offiziell. Für Musik sorgt die Gruppe „Alles Blech“ mit brasilianischen Rhythmen.

Themen: Telefonsaktionstag bis Wildpark-Führung

Bis zum 23. März wird dann ein vielfältiges Programm geboten, zu dem - wenn nicht ausdrücklich anders darauf hingewiesen wird - auch stets Männer willkommen sind. Die Themenpalette reicht von einem Telefonaktionstag der Agentur für Arbeit Hanau am 7. März unter dem Motto „Frauen haben es drauf“ über eine spezielle Wildpark-Führung für Frauen mit Kindern am 12. März bis hinzu einem Vortrag über die schwierige Situation von kurdischen Frauen am Donnerstag, 17. März.

Aber auch die Unterhaltung kommt nicht zu kurz, etwa beim Frauenkabarett „Kann denn jubeln Sünde sein?“ am Samstag, 9. März, in der Sandelmühle oder bei einem Filmabend mit Gespräch und Schokolade, der am 13. März in der Alten Johanneskirche stattfindet.

Höhepunkt: Aktion „Reich an Arbeit - arm im Alter“

Das komplette Programm der 18. Hanauer Frauenwochen ist im Internet zu finden: www.h ana u.de

Flyer liegen an vielen öffentlichen Stellen aus.

Einer der Höhepunkt des Programms ist die Aktion „Reich an Arbeit - arm im Alter“, die am Samstag, 16. März, geplant ist. Sie weist auf die zum Teil dramatische Situation von Frauen am Arbeitsmarkt hin und auf die „Hungerrente“, die aus diesem Arbeitsleben zu erwarten ist. Allein in Hessen seien mittlerweile mehr als 600 000 Frauen in Teilzeit oder im Niedriglohnsektor beschäftigt. Schön heute könnten viele Frauen von ihrer Arbeit nicht leben und müssten daher aufstocken, so die Initiatoren der Aktion. Dagegen soll bei der Veranstaltung, die um 12 Uhr an der Karl-Rehbein-Schule beginnt, protestiert werden.

did

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