Mit Fußball das Selbstbewusstsein stärken

Hanau - (did) Unter 123 Projekten aus ganz Deutschland, mit denen sich Institutionen, Vereine und Schulen um den vom Deutschen Fußballbund (DFB) und Mercedes Benz ausgelobten „Integrationspreis 2008“ bewarben, hat die Hanauer Anne-Frank-Schule mit ihrem Mädchenfußball-Projekt den dritten Platz erzielt. Dafür gab es nicht nur eine tolle Urkunde, sondern auch 5000 Euro für die Schulkasse.

Aus solch großer Konkurrenz als einziger hessischer Preisträger hervorzugehen, verdiene großes Lob, erklärte Oberbürgermeister Claus Kaminsky bei einem Besuch in der Anne-Frank-Schule. Gemeinsam mit Schuldezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold, dem Leitender Schulamtsdirektor Eberhardt Luft und Torsten Becker, stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher und Vizepräsident des Hessisches Fußballverbandes, gratulierte der Rathauschef den Fußball-Mädchen, ihrem Trainer sparten nicht mit Anerkennung für die tolle Leistung und gratulierten gemeinsam mit dem Oberbürgermeister den Fußball-Mädchen, dem Trainer Bernhard Heeg und der Lehrerin Petra Ruffer zu ihrem überragenden Erfolg.

„Fußball: Viele Kulturen - eine Leidenschaft“ war das Motto des Integrationspreises, den der deutsche Fußballbund gemeinsam mit seinem Generalsponsor Mercedes-Benz ausgeschrieben hatte. Angesprochen sind neben Sportvereinen und Verbänden auch Schulen, die besondere Projekte oder Aktivitäten anbieten zur Integration von Kindern und Jugendlichen, insbesondere von Mädchen. Da lag es nahe, dass sich die Anne-Frank-Schule mit ihrem Konzept „Mädchenfußball in Kooperation mit einem ortsansässigen Verein an einer Schule mit hohem Zuwandereranteil“ um diesen bundesweit ausgeschrieben Preis beworben hatte.

Bereits seit August 2007 besteht das nun ausgezeichnete Integrationsprojekt an der Anne-Frank-Schule. Gemeinsam mit dem 1. Hanauer FC 1893 werden zwei Mädchenmannschaften betreut, die sich aus Mädchen der Klassen 1 bis 4 zusammensetzen. Im Mittelpunkt des Projekts steht neben der Gesundheitsförderung durch Bewegung die Stärkung des Selbstbewusstseins, der Teamfähigkeit und der Sozialkompetenz. Schulleiterin Monika Joseph sieht diese Förderung der Mädchen als Ergänzung des schulischen Bildungsauftrages. Mit wieviel Spaß das Ganze verbunden ist, davon konnte man sich überzeugen, als die Mädchenmannschaften gemeinsam mit den anderen Fußball-Kindern der Schule lautstark den Fußball-Rap zum Besten gaben. Dabei überzeugten die Sechs- bis Elfjährigen nicht nur stimmlich, sondern beeindruckten auch durch ihren geschickten Umgang mit dem Leder.

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