Lagerfeuer hinter Glas

Gartenfest erlebt bereits zum Auftakt Besucheransturm

+
Allerlei ausgefallene bunte Blüten kann man noch bis Sonntag im Wilhelmsbader Staatspark bestaunen.

Hanau - Bereits zum Auftakt des 11. Gartenfests im Wilhelmsbader Staatspark strömten gestern tausende Besucher zur ehemaligen Kuranlage. Von Dieter Kögel 

Das Hanauer Gartenfest, das zum nunmehr 11. Mal stattfindet, hat sich laut der Veranstalter zum größten Gartenfestival in ganz Deutschland entwickelt. Bis einschließlich Sonntag wird mit 250.000 Besuchern gerechnet.

Hier wollten sie sich ein Bild von den vielfältigen Angeboten der 200 Aussteller machen, die dort noch bis einschließlich Sonntag ihre Zelt und Stände aufgebaut haben. Die Temperaturen von mehr als 30 Grad ließen sich ertragen. Denn der weitläufige Park mit seinem alten Baumbestand sorgte für viele angenehme Schatteninseln, die auch weidlich zum Ausruhen oder Picknicken genutzt wurden. Ein großes Plus des Ausstellungsorts, wie Christian Rode von der veranstaltenden Evergreen GmbH aus Kassel sagt. Das Ambiente in Hanau sei unvergleichlich, und das Hanauer Festival habe sich mittlerweile zum größten Gartenfestival in Deutschland entwickelt. Rode: „Das hat niemand gedacht, als wir hier hier angefangen haben.“

Dass sich die Veranstaltung mittlerweile zu einem echten Wirtschaftsfaktor für die Stadt entwickelt habe, stehe außer Frage. Nicht nur der vielen hundert Übernachtungen in Hanauer Hotels wegen. Auch lokale Dienstleister profitierten. Und rund 25 Prozent der Aussteller, die sich auf dem 40 000 Quadratmeter großen Gelände präsentieren, kommen laut Rode aus Hanau und dem Umland. Und Jahr für Jahr stoßen auch immer wieder neue hinzu, sagt Projektleiter Fabian Hartung. In diesem Jahr etwa 30, die mit ihren Angeboten neue Akzente setzen. Das Interesse an der Hanauer Messe sei groß. Anfragen gingen weit über das vorhandene Angebot der Plätze hinaus. Doch noch größer werden soll die Messe nicht, die gewünschte Kapazität sei ausgereizt.

Gartenfest in Hanau: Bilder

Man glaubt es gerne beim Rundgang. Mitte Juni kaum eine Blüte, die ihre Pracht noch im Kelch verbirgt. Die Rosen eifern mit Farbe und Duft um die Gunst der Interessierten, prächtige Dolden recken ihre langen Blütenstände in die Blickachse, reife Zitrusfrüchte leuchten. Ein wahres Farben- und Blütenmeer, das sich im Staatspark offenbart. Und mehr als das. Denn der Trend zum „Urban Gardening“ wird auch bedient. Nutzpflanzen in platzsparenden Hochbeeten sind gefragt, für die eigenen Tomaten auf dem Balkon gibt es alles Notwendige, die dazugehörenden Kräuter lassen sich ebenfalls gut im Blumenkasten kultivieren.

Schier unendlich die Vielfalt für den Garten, der laut Veranstalter immer mehr zum Lebensmittelpunkt wird. Entsprechend die Offerten: Stilvolle Gartenmöbel technisch durchdachte Grillgeräte, Lagerfeuer hinter Glas, Whirlpool oder Schwimmbecken - wo bislang noch keine Bedürfnisse bestanden, werden sie geschickt geweckt. All das anzuschauen macht trotzdem Spaß, erst recht angesichts der unzähligen gastronomischen Angebote.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare