„Eine tolle Mischung“

Gelungene Premiere des „Tags der Vereine“ in Großauheim

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Viel Beifall von den Besuchern gab es auch für die kleinen Tänzerinnen der Villa Kunterbunt. 20 Vereine waren bei der Premieren-Veranstaltung am Samstag in der Großauheimer Lindenauhalle vertreten. 

Großauheim - Bei Premieren ist schwer vorherzusagen, wie das Wagnis ausgeht. Von Dieter Kögel

Beim 1. Tag der Großauheimer Vereine am Samstag in der Lindenauhalle war indes schnell deutlich, dass die von der Interessengemeinschaft Großauheimer Vereine aus Anlass von deren 20-jährigem Bestehen und dem 50. Geburtstag der Lindenauhalle organisierte Veranstaltung ein kleines gesellschaftliches Ereignis für den Stadtteil ist.

Der Sängerchor Melitia unter der Leitung von Fridolin Wissel (am Klavier) leistete seinen Beitrag zum dreistündigen Programm beim Tag der Vereine in Großauheim.

Immerhin beteiligten sich über 20 Vereine mit Infoständen. Und die Großauheimer Vereine und Verbände waren es auch, die den zahlreichen Gästen drei Stunden lang ein unterhaltsames Bühnenprogramm mit Gesang, Tanz, Musik und auch tierischen Darbietungen wie die der Großauheimer Ortsgruppe des SV Hundevereins präsentierten. Das reichte vom gediegenen Chorgesang der Melitia bis zum Aufwärmtanz der jungen Garde der Großauheimer Karnevalisten, die zu Beginn zum Mitmachen einlud. Wobei die jungen Tänzerinnen sich auch über einen Scheck der Turnerschaft Großauheim, überreicht von Klaus Pulter, für neue Kostüme freuen konnten. Der Reinerlös des diesjährigen Mainuferlaufs von 355 Euro ging an die GKG-Tänzerinnen.

Der gymnastische Tanz der ganz Kleinen aus der Villa Kunterbunt bereicherte das Programm ebenso. Und auf der Bühne gab es viel von dem zu sehen, was bei Vereinen und Verbänden im Alltag erarbeitet wird. Eine Arbeit, die sowohl der Gesundheit durch Bewegung dient, als auch die Gemeinschaft stärkt, den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert, Begegnungen ermöglicht, und die Kultur fördert, wie IGV-Vorsitzender Dr. Thomas Göbel in seiner Begrüßungsansprache betonte. Insofern gingen der Geburtstag der Interessengemeinschaft und der der Lindenauhalle auch gemeinsam einher. Denn mit der Lindenauhalle sei vor 50 Jahren für 1,2 Millionen Mark in 21-monatiger Bauzeit vorausschauend eine Multifunktionshalle geschaffen worden, die auch heute noch allen damals von Bedeutung erscheinenden Belangen Rechnung trage. „Viel Weitsicht“ bescheinigte Göbel auch den Gründern der Interessengemeinschaft, die vor 20 Jahren vor allem vom damaligen Ortsvorsteher Walter Gunkel vehement vorangetrieben worden sei, damit die Großauheimer Vereine näher zusammenrücken und ein Gremium für die Koordination von Terminen und die gegenseitige Unterstützung bekommen. 20 Vereine waren es zunächst, die sich der Interessengemeinschaft anschlossen. Startguthaben des neuen Vereins: 200 Mark. Heute sind es mehr als doppelt so viele Vereine, die unter dem Dach der Interessengemeinschaft zusammenarbeiten. Und mit den Ständen der Hälfte der Mitgliedsvereine war die Lindenauhalle am Samstag gut gefüllt. „Ein herrliches Bild“, meinte Stadtveordnetenvorsteherin Beate Funck angesichts des Blicks von der Bühne in den Saal mit seinen Ständen, Plakaten, Fahnen und Bannern. Und angesichts der verschiedenen Schwerpunkte werde „eine tolle Mischung“ geboten, stellte sie fest.

Großauheim feiert Tag der Vereine: Bilder

Der Tag der Vereine, er rufe bereits jetzt nach einer Neuauflage, meinte Funck, zumal er auch bestens dazu angetan sei, die künftigen Neubürger von Großauheim und Wolfgang auf das rege Vereinsleben im Stadtteil hinzuweisen und um neue Mitstreiter zu werben. Denn um die geht es nahezu allen Vereinen. Rund 45 Prozent der aktiven Vereinsmitglieder, so Dr. Thomas Göbel, seien über 50 Jahre alt und gering ist der Anteil derer, die in jungen Jahren bei der Vereinsarbeit bleiben. Kein Grund zum Pessimismus in Großauheim. „Einfach weitermachen, dann kriegen wir das hin“, lautete der aufmunternde Appell von Ortsvorsteher Reiner Dunkel an alle Beteiligten. Die IGV ist bereit dazu. Sie will weiterhin als Kontaktplattform für die Vereine da sein, um Hilfestellung bei Organisation und alltäglichen Problemen zu bieten, versprach Dr. Göbel.

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