Abriss des Wohnblocks?

Gespräche über die Hahnenstraße

Hanau - Ein Abrissantrag oder eine Bauvoranfrage liegen offiziell bei der Stadt noch nicht vor. Von Christian Spindler

„Aber es gab eine Bauberatung“, heißt es auf Anfrage aus der Presssestelle zur Zukunft des wenig ansehnlichen Wohnblocks der Nassauischen Heimstätte (NH) an der Hahnenstraße bei der Wallonisch-Niederländischen Kirche. Auch NH-Sprecher Jens Duffner bestätigt, dass die Wohnungsgesellschaft, die mehrheitlich dem Land Hessen gehört, „mit der Stadt im Gespräch“ ist. Noch aber sei keine Entscheidung gefallen über Abriss oder Sanierung.

Wie berichtet, hatte ein von der NH in Auftrag gegebenes Gutachten im vorigen Jahr ergeben, dass die aus den 50er Jahren stammenden und teilweise marode Gebäude Hahnenstraße 1-19a „nicht erhaltenswürdig“ seien und eine Sanierung nach heutigem energetischen Stand mit einem wirtschaftlich vertretbaren Aufwand nicht möglich sei. „Wir sind nochmals am Prüfen - in beide Richtungen“, sagt Duffner nun.

Neubau oder Sanierung? Es deutet vieles darauf hin, dass die Gutachter-Empfehlung umgesetzt wird und Abriss und Neubau erfolgen - so wie zuvor bei den benachbarten Blocks auf dem Westkarree sowie auf dem Ostkarree an der Französischen Allee. Auf dem Westkarree baut Investor Bouwfonds Property Development (BPD) rund 150 neue Wohnungen. Die ersten sind schon bezogen.

Die 57 Wohnungen auf dem gegenüberliegenden Ostkarree, die von der städtischen Baugesellschaft errichtet werden, sollen im September fertig sein. Man wolle eine Entscheidung über die Hahnenstraße „zuerst mit den Mietern besprechen“, sagt NH-Sprecher Duffner. Derzeit sind noch etwa ein Dutzend der Wohungen vermietet. Einen Zeitplan für eine Umsetzung der Baumaßnahmen gebe es bisher nicht. Man stehe nicht unter Zeitdruck. Die Stadt hatte geäußert, sie stehe einem Neubau an der Hahnenstraße durchaus positiv gegenüber und ihn als „gut für die dortige Gesamtentwicklung“ bezeichnet.

Bilder zur Eröffnung des „Forum Hanau“

Rubriklistenbild: © dpa

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