Mehr als 100 Objekte

Goldschmiedehaus in Hanau zeigt bis September Ausstellung zu Stahlschmuck-Wettbewerb

Schmuck aus Stahl in einer Ausstellung in Hanau
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Extravagant: Der Schmuck von Marie Keller, der bis September im Goldschmiedehaus zu sehen ist.

Hanau – Ein spannungsvolles und vielfältiges Panorama an künstlerischen Ausdrucksformen und Verarbeitungstechniken zeigt die aktuelle Ausstellung im Deutschen Goldschmiedehaus.

Gebogen, gezogen, geschmiedet oder auch gewalzt sind die studentischen Arbeiten zum Thema Schmuck, Gerät oder Kleinplastik aus Stahl, Edelstahl Titan und ergänzenden Materialien, die im Rahmen des sechsten Internationalen Stahlschmuck Wettbewerbes entstanden sind und von denen vier Studierende als Preisträger des „Fe. Stahlpreis 2020“ von der Jury ausgewählt wurden. Insgesamt sind mehr als 100 Schmuckstücke, kleines Gerät und Objekte zu sehen.

Wegen Corona-Pandemie: Ausstellung nur an drei Tagen geöffnet

„Wir freuen uns auf viele Besucher für diese Ausstellung, auch wenn die durch die Corona-Pandemie und die Sparmaßnahmen der Stadt gegebenen Umstände dies momentan nicht leicht machen. Denn wir haben nur an drei Tagen geöffnet und auf jeder Etage dürfen sich nicht mehr als fünf Personen gleichzeitig aufhalten, da wir zwar über große Grundflächen verfügen, aber hier nur die Freiflächen unter Abzug der Vitrinen gezählt werden“, erklärt Dr. Christianne Weber-Stöber, Leiterin des Deutschen Goldschmiedehauses Hanau, unserer Zeitung beim Presserundgang.

Normalerweise frequentieren rund 10 000 Besucher jährlich das Goldschmiedehaus. Dieses Jahr im Mai seien es rund 200 und im Juni nur 123 Besucher gewesen. Allein die Frühjahrsschmuckausstellung habe normalerweise immer schon etwa 2000 Besucher ins Haus gebracht, sodie Leiterin.

Hanau: Schmuckführungen durch das Goldschmiedehaus

„Kulturinteressierten möchten wir deshalb ergänzend die Möglichkeit bieten, an unseren Schmuck(ver)führungen teilzunehmen. An ausgewählten Sonntagen (12. Juli, 16. August und 11. Oktober) führe ich immer fünf Besucher, die sich vorher bei mir angemeldet haben, durch die aktuellen Ausstellungen. Auch die Kinderworkshops finden wieder unter Beachtung eines entsprechenden Hygiene- und Schutzkonzeptes statt. So arbeitet zum Beispiel jedes Kind an einem eigenen Tisch“, erklärt Weber-Stöber.

„Der Internationale Stahlschmuckwettbewerb hat inzwischen eine lange Tradition, das Deutsche Goldschmiedehaus Hanau war von Anfang an als Ausstellungspartner dabei. Alle Wettbewerbe sind Kooperationsprojekte zwischen ausgewählten Ausbildungsstätten, eingeladenen Künstlern und Künstlerinnen und dem Kolloquium Nordrhein-Westfalen. Der sechste Internationale Stahlschmuck Wettbewerb war offen für Studierende der Fakultät der Hochschule Wismar und ihrer Partnerhochschulen PXL-MAD School of Arts, Hasselt (Belgien) und Saimaa University of Applied Sciences, Fine Arts, Imatra (Finnland)“ erläutert Dr. Christianne Weber-Stöber, Gesellschaft für Goldschmiedekunst und Leiterin des Deutschen Goldschmiedehauses Hanau.

Goldschmiedehaus Hanau: Wettbewerb für Künstler

Ausgelobt wurde der Wettbewerb federführend durch Andrea Wippermann, Professorin für Entwerfen, Schmuckdesign sowie Entwurfsgrundlagen an der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar, und Jutta Vondran, Projektmanagerin des Vereins Kolloquium Nordrhein-Westfalen.

Aus den 26 studentischen Wettbewerbseinreichungen hat die Jury, zu der auch Dr. Weber-Stöber gehört, folgende Studenten mit Preisen bedacht: Aniko Barka, Hochschule Wismar mit ihren Broschen „Narben“, Sandro Kesterke, Hochschule Wismar für sein Besteck „low - food“ , Centaine Wekking, PXL-MAD School of Arts, Hasselt für die Armreifen „Living Organism“ und Jolien Hulsmans, PXL-MAD School of Arts, Hasselt für das Objekt „Fading memories“.

Arbeiten von internationalen Künstlern im Goldschmiedehaus Hanau

Neben den eingereichten Arbeiten zeigt die Ausstellung auch Arbeiten von international etablierten Künstlern als Lehrende und Absolventen der genannten Hochschulen, wie David Huycke, Andrea Wippermann, Helmut Senf und Dorothea Prühl.

Dass mit Stahl verblüffend leichte und dennoch stabile Formen entstehen können, die sich nicht neben den Gold- und Silbergeschmeide „verstecken“ müssen, zeigt diese Ausstellung auf beeindruckende Weise.

Weitere Informationen

Die Ausstellung zum Internationalen Stahlschmuck-Wettbewerb im Deutschen Goldschmiedehaus am Altstädter Markt ist freitags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. Die Finissage ist für den 17. September von 16 bis 18 Uhr geplant.

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