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Lok kracht gegen Pkw

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Auf Tragen wurden die Insassen des Pkw aus dem Wrack geborgen.
Auf Tragen wurden die Insassen des Pkw aus dem Wrack geborgen.

Grossauheim – Hanau ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt und hat viele Bahnübergänge, zwei allein am Domizil des Vereins Museumseisenbahn in den Heideäckern in Großheim. VON HOLGER HACKENDAHL

Vor diesem Hintergrund haben die DRK-Ortsvereine Hanau, Großauheim, Bruchköbel und Langenselbold sowie die Feuerwehren aus Großauheim und Hanau-Mitte ihr Übungsszenario festgelegt, bei dem die Personenrettung nach einem Unfall an einem Bahnübergang trainiert wurde.

Die Ausgangssituation für die Großübung auf dem Gelände der Museumseisenbahn: Ein Auto bleibt an einem Bahnübergang auf den Gleisen liegen, ein Personenzug kommt nicht rechtzeitig zum Stehen. Die Lok fährt trotz Vollbremsung in den Pkw. Der Lokführer und etliche Passagiere werden verletzt, zwei schwer verletzte Personen sind in dem Pkw eingeklemmt.

„Wir üben heute nach dem ManV25-Konzept“, sagt Marcel Störkel von der Feuerwehr Hanau-Mitte. Das bezeichnet einen Massenunfall mit mindestens 25 Verletzten. Diese wurden bei der Übung von Vertretern der Feuerwehr Bruchköbel dargestellt. Die Übung wurde auch vom Ärztlichen Leiter des Main-Kinzig-Rettungsdienstes, Dr. Wolfgang Lenz, Hanaus Feuerwehrchef Peter Hack und einem Notfallmanager der Bahn verfolgt.

Um 14.30 Uhr kam die Alarmierung. Ein Notarztteam trifft fünf Minuten später am Ort des simulierten Unfallgeschehens ein. Drei wirr umherlaufende Zugpassagiere werden versorgt. „Eine Minute wird hier pro Patient eingeplant“, erläutert ein Übungsbeobachter des DRK. Er notiert jeden Handgriff, jede Reaktion und wertet sie später aus. „Mein Arm! Wann kommt endlich jemand?“, schreit derweil der eingeklemmte Pkw-Fahrer. Um 14.41 treffen zwei weitere Notarztfahrzeuge ein. Kurze Beratung, dann sollen Fahrer und Beifahrer erstversorgt werden. Aber die Pkw-Türen lassen sich nicht öffnen. Der Zugriff kann nur über die Kofferaumklappe erfolgen, Infusionen werden den beiden Insassen gelegt. Notärzte klettern derweil in den Führerstand, schauen nach dem Lokführer. Aus dem Zug ruft ein Passagier: „Wir haben hier eine Reanimation.“ Notärzte sind sofort zur Stelle.

Um 14.50 Uhr treffen die Feuerwehren mit Löschfahrzeugen und Schneidwerkzeug ein. Mit hydraulischen Geräten werden die Fahrertür und die hintere Tür des Pkw entfernt. Dann kann die erste Person durch den Kofferraum mit einer Trage geborgen werden, fünf Minuten später wird der Fahrer zum Notarztwagen gebracht. Mittlerweile sind auch die Verletzten im Zug erstversorgt. Die mit Kopfverbänden ausgestatteten Statisten werden von Ersthelfern umsorgt während unweit des Unfallorts weitere DRK-Helfer Zelte für eine Verletztensammelstelle aufzubauen. Am Ende der Übung gab es viel Lob für die Einsatzkräfte und den guten Ablauf

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