Bebauungsplan für Hutier-Kaserne geändert

Grünes Licht für Wohnungen

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Hanau - Investor R+S, der 2010 die Gebäude der früheren Hutier-Kaserne im Stadtteil Lamboy gekauft hatte, kann seinem Nutzungskonzept eine neue Ausrichtung geben.

Das Stadtparlament hat am Montag mit den Stimmen von SPD, Grünen, BfH und Republikanern einer Änderung des Bebauungsplans zugestimmt. Demnach ist künftig auch Wohnen in den nördlichen Gebäuden des aus dem Jahr 1906 stammenden Kasernen-Areals möglich. CDU, FDP sowie Linke enthielten sich bei der Abstimmung. Bisher sah der Bebauungsplan ausschließlich Gewerbe in den Gebäuden vor.

Während der parlamentarischen Beratung bekräftigte die FDP ihre Position, dass die Stadt dem Investor in den vergangenen Jahren zu weit entgegengekommen und von dessen anfangs viel gelobtem städtebaulichen Konzept nicht mehr viel übrig geblieben sei.

Bedenken kamen von mehreren Parlamentariern vor allem ob der Tatsache, dass die Bebauungsplan-Änderung auch vorsieht, dass ein aus den 50er Jahren stammender Zweckbau im Innenbereich des Hutier-Areals nun doch nicht abgerissen werden soll. Das „schöne Bild“ der bisher geplanten, sanierten Gesamtanlage, werde dadurch „ein Stück weit in Mitleidenschaft gezogen“, so Christopher Göbel für die CDU. Ähnlich äußerten sich Sprecher von Grünen und Linken. Auch Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) räumte ein, dass das umstrittene Gebäude in den Gesprächen mit dem Investor immer wieder Thema gewesen sei. Laut R+S soll der Bau nach einer Sanierung Teil eines „Medicums“ werden, in dem sich Ärzte, Praxen und Gesundheitsfirmen ansiedeln sollen.

R+S (Fulda) will in den nächsten Jahren das Hutier-Projekt sukzessive entwickeln. „Lamboy Höfe“ soll das Quartier dann heißen, in dem der Stadt auch eines der historischen Häuser gehört. Mit der Änderung des Bebauungsplans spart die Stadt laut OB Kaminsky rund 700.000 Euro für die Erschließung des Geländes, die nun der Investor übernimmt. 

cs

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