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ADFC fordert mit Blockaden gegen „Rüpel-Parker“ in Hanau mehr Rücksicht im Straßenverkehr

Mit kurzfristigen Blockade am Kanaltorplatz machten Aktivisten des ADFC auf das gedankenlose Zuparken von Rad- und Fußwegen aufmerksam. Mancher Autofahrer reagierte darauf rigoros. Foto: Hackendahl
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Mit kurzfristigen Blockade am Kanaltorplatz machten Aktivisten des ADFC auf das gedankenlose Zuparken von Rad- und Fußwegen aufmerksam. Mancher Autofahrer reagierte darauf rigoros.

Die „Rote Karte für Rüpel-Parker“ zeigten am Samstagvormittag 25 Radfahrer, Radfahrerinnen und Mitglieder der ADFC Hanau-Main-Kinzig Autofahrern vor der Hanauer Hauptpost.

Hanau – Unter Aufsicht der Hanauer Stadtpolizei sperrten sie drei Mal jeweils eine knappe Minute lang die Straße am Kanaltorplatz. Als selbsternannte „Rüpel-Fußgänger“ protestierten sie gegen gedankenlos parkende Autofahrer auf deutlich eingezeichneten Radwegen. Denn, so die im Allgemeinen Deutschen Fahrradclub engagierten Radler, tagtäglich stellten Autofahrer „rücksichtslos und mit einer frechen Selbstverständlichkeit“ auf Fuß- und Radwegen, nicht nur vor der Hanauer Hauptpost, ihre Autos ab und gefährdeten so Radfahrer. Die Parker zwängen mit nicht verkehrsgerechtem Verhalten Radfahrer vom Fahrradschutzstreifen auf die Straße.

„Seit Donnerstag ist der Fahrradweg am Kanaltorplatz beidseitig mit leuchtend roter Farbe noch sichtbarer markiert als bisher. Doch auch das schert die Autofahrer an diesem Brennpunkt nicht, trotz allem halten einige auf dem markierten Schutzstreifen und gehen in die Postfiliale hinein“, hat Uli Klee, Vorsitzender und Sprecher des ADFC Hanau-Main-Kinzig, beobachtet. Parken auf den Fahrradschutzstreifen sei nicht zulässig, rücksichtslos, werde aber leider nur selten geahndet. „Im Bundestag wurde nun beschlossen, dass hierfür Bußgelder in Höhe von bis zu 100 Euro möglich sind“, sagt Klee. „Unser Ziel ist es, dass im Straßenverkehr mehr Rücksicht genommen wird.“

Unterdessen scherte es einige Verkehrsteilnehmer am Samstagvormittag noch nicht mal, dass neben den ADFC-Demonstranten auch die Hanauer Stadtpolizei vor Ort war. Frech und rücksichtslos parkte etwa ein junger Mann auf dem markierten Fahrradschutzstreifen und bei einem der Kurzproteste auf der Straße versuchte ein Senior sogar die Kundgebung verkehrswidrig auf dem gegenüberliegenden Fußgängerweg zu umkurven, was für Kopfschütteln sorgte. Keine Spur von Reue war bei beiden auszumachen.

Mit vor Ort verteilten Flyern erinnerte der ADFC unter anderem an den Paragrafen 1 der Straßenverkehrsordnung: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet, behindert oder belästigt wird.“ Wer das befolge, so der ADFC, sei immer auf der richtigen Seite. 

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