Gesundheit im Lernen

Hanau bekommt eine Waldorf-Schule  

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Symbolbild

Hanau – Geht es nach den Aktiven des Waldorfschul- und Kindergartenvereins Hanau, dann wird die Hanauer Schullandschaft noch vielfältiger: Der Verein strebt die Gründung einer freien Waldorfschule in der Brüder-Grimm-Stadt an.

Jetzt haben die Hanauer die Genehmigung der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Hessen e. V. (LAG) für das Vorhaben erhalten. Aus Sicht der Initiatoren ist die Lage in Hanau für das Vorhaben ideal. Hanau wächst – und mit der Stadt wachsen auch die Schülerzahlen. Die Stadt sei mit ihrer Lage auch ein attraktiver Schulstandort für den Osten des Rhein-Main-Gebietes, wenn Eltern sich für die Waldorfpädagogik interessieren.

Frankfurt, Dietzenbach und Bad Nauheim sind bisher die Standorte der nächsten Waldorfschulen. Der Main-Kinzig-Kreis als Hessens bevölkerungsreichster Landkreis ist bisher auf der Karte der Waldorfschulen ein weißer Fleck. „Zudem bietet der Standort neue Perspektiven für die Waldorfpädagogik in Bezug auf einen kulturellen Austausch in der Schulbildung, da in Hanau traditionell kulturelle Vielfalt gelebt wird“, heißt es in einer Mitteilung des Trägervereins.

Ein waldorfpädagogisches Angebot gibt es in Hanau seit Jahrzehnten: 1981 wurde der Waldorfschul- und Kindergartenverein Hanau mit dem Ziel der Eröffnung eines Kindergartens und in der Folge einer Waldorfschule gegründet. Seit 1984 besteht der Waldorfkindergarten im historischen Gebäude der ehemaligen Geibel-Schule an der Philippsruher Allee. Nun haben sich Eltern, Pädagogen und weitere Interessierte in der Gründungsinitiative zusammengefunden, um ein waldorfpädagogisches Angebot über den Kindergarten hinaus zu schaffen.

So können Eltern das kindliche Selbstbewusstsein stärken

Als ein Schwerpunktthema innerhalb der Waldorfpädagogik hat die Gründungsinitiative die Erhaltung der Gesundheit gesetzt. Die „Salutogenese“ als ursprüngliches Element der Waldorfpädagogik gewinne in der heutigen Zeit immer mehr Bedeutung. Gesundheit im Wachsen, im Lernen, im Arbeiten und Leben sei das Ziel. Dieses soll durch ein ausgewogenes Angebot von Aktivität und Passivität, Konzentration und Entspannung erreicht werden. „Bildung soll einen ganzheitlichen Ansatz erhalten, mit optimaler Förderung der kognitiven, künstlerischen und praktischen Fähigkeiten, sowie des schöpferischen, handwerklichen Talents“, heißt es in dem Pressetext.

Die Initiatoren pflegen einen ehrgeizigen Zeitplan: Geplant ist, den Schulbetrieb der Waldorfschule zum Schuljahr 2020/21 aufzunehmen. Aber bis dahin bleibt noch vieles zu klären: Die Initiatoren suchen nach Raum für die Schule – sei es ein brachliegendes Grundstück oder ein ungenutztes Gebäude. Im Gange ist außerdem bereits die Suche nach Lehrkräften für das ehrgeizige Projekt. (cs.)

Infos: waldorfschule-hanau.de

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