Corona in Hanau

Betreuung bei Tagesmüttern wieder möglich

Während die Hanauer Kitas für die meisten Kinder vorerst weiterhin nur online geöffnet haben, ist zumindest ab heute wieder die Kinderbetreuung bei den rund 70 Tagesmüttern und -väter den Eigenbetriebs Kindertagesbetreuung möglich. 
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Während die Hanauer Kitas für die meisten Kinder vorerst weiterhin nur online geöffnet haben, ist zumindest ab heute wieder die Kinderbetreuung bei den rund 70 Tagesmüttern und -väter den Eigenbetriebs Kindertagesbetreuung möglich.

Mit der Familientagesbetreuung geht Hanau die ersten Schritte zur Entlastung von Familien in der Corona-Krise. Hanau bereitet sich außerdem auf die Wiedereröffnung der Kitas vor.

Hanau – Viele Hanauer Familien dürften diesen Tag herbeigesehnt haben. Ab Montag (25.05.2020) geht in Hessen die sogenannte „Familientagesbetreuung“ wieder an den Start. In der Brüder-Grimm-Stadt betrifft dies rund 230 Kinder, deren Versorgung über den städtischen Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung geregelt ist.

70 Tagesmütter und -väter kümmern sich um den Nachwuchs unter drei Jahren. Mit der Öffnung der Familientagesbetreuung werde zahlreichen Familien eine Last von den Schultern genommen, denn die meisten Eltern sind berufstätig und mussten in den vergangenen Wochen den Spagat zwischen Job und Kind hinbekommen.

Die Vorlaufzeit für den Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung war kurz: Erst am vergangenen Dienstagabend hatte das Land Hessen seine Entscheidung, die Familientagesbetreuung wieder zu erlauben, mitgeteilt. Für den städtischen Eigenbetrieb bedeutete das, binnen weniger Tage Hygieneregeln zu erarbeiten, Hol- und Bringzeiten für die Kinder zu organisieren und vieles mehr.

Die Hygiene-Crew des Krisenstabes unternimmt mit dem Serviceteam des Eigenbetriebes Begehungen in den Wohnungen der Tagesmütter- und -väter und unterstützt diese bei der Umsetzung eines Hygieneplanes. Astrid Weiermann, Leiterin des Eigenbetriebs Kindertagesbetreuung, meint: „Hygienestandards sind in der Familientagesbetreuung vor allem das häufige und gründliche Händewaschen - auch mit den Kindern. Ebenso das häufige Flächen säubern. Eine Maskenpflicht im Alltag in der Wohnung gibt es aber nicht.“ Damit die verschiedenen Eltern sich möglichst nicht begegnen, empfiehlt sie gestaffelte Zeiten und die Übergabe der Kinder an der Haustür.

Die Wiederöffnung der Familientagesbetreuung sei ein großer Schritt in Richtung Normalität, meint Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel: „Aufgrund der Kleingruppensituation in den Betreuungsstellen ist es möglich, den Familien ohne weitere Beschränkung die regulär gebuchten Zeiten anzubieten.“ Das Einzige, was im Moment ausgesetzt bleiben müsse, sei die Vertretungsregelung bei Urlaub und Krankheit der Tagesmütter und -väter. Denn die Anzahl der Kontakte müsse weiterhin reduziert bleiben, damit möglichst die Neuinfektionen verhindert werden, und daher können wir die Kinder nicht in einer anderen Betreuung unterbringen.“

Man sei aber froh, die Familien entlasten zu können, gleichwohl warte die Stadt aber weiter dringend auf eine klare Ansage zur weiteren Öffnung der Kindertagesstätten am 2. Juni. „Wir haben Konzepte in der Schublade, aber wir brauchen die Verordnung zur Orientierung. Immerhin geht es ja theoretisch um die Betreuung von 4000 Kindern“, mahnt Weiss-Thiel in Richtung Landesregierung.  

did

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