Für den Ernstfall

Coronavirus: Klinikum Hanau schult Mitarbeiter

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Auch in Europa häufen sich die Meldungen über am Coronavirus Erkrankte. In Hanau bereitet man sich auf mögliche Fälle vor, um schnell reagieren zu können. (Symbolbild)

Auch in Europa häufen sich die Meldungen über am Coronavirus Erkrankte. In Hanau bereitet man sich auf mögliche Fälle vor, um schnell reagieren zu können.

Hanau –  Das Klinikum Hanau richte sich nach den aktuellen Empfehlungen des Gesundheitsamtes, des Robert-Koch-Institutes (RKI) und der Weltgesundheitsbehörde (WHO), was zu tun sei bei Vorstellung eines Coronavirus-Verdachtsfalls. „Die Empfehlungen wurden situationsgerecht angepasst und die betreffenden Mitarbeiter – zum Beispiel in der interdisziplinären zentralen Notaufnahme – wiederholt geschult“, sagte Michaela Farr, Sprecherin des Klinikums.

Für den Fall, dass das Virus auftreten sollte – das Klinikum Hanau hat sich darauf vorbereitet, „dass weitere Schritte nach Maßgabe der Behörden erforderlich werden könnten“. Auch in Offenbach wird sich auf das Coronavirus vorbereitet. Michaela Farr erläutert weiter: „Die entsprechenden Maßnahmen – wie zum Beispiel Isolierung – sind im Krankenhauseinsatzplan und dem Hygieneplan des Klinikums festgelegt.“

Sollte ein Patient an dem Coronavirus erkranken und in Isolation kommen, muss auch das Klinikpersonal auf sich achten: „Bei ernst zunehmenden Verdachtsfall muss das Personal einen Schutzkittel, Handschuhe, eine Schutzbrille und eine Atemschutzmaske tragen“, sagt Farr.

Auch das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises habe sein Personal für den Ernstfall geschult, teilt Pressesprecher John Mewes mit. „Was man vorbereiten kann, wurde vorbereitet“, so Mewes. Darunter falle auch Vorbereitungen für das Einrichten eines Bürgertelefons, über das im Ernstfall Informationen weitergegeben werden könne.

Man versuche seitens des Gesundheitsamts eine erhöhte Sensibilität für die Erkrankung und für die Prävention zu vermitteln. Allgemeine Verhaltensregeln, die zum Beispiel vom Rudolf-Koch-Institut für Viruserkrankungen erstellt worden sind, seien angepasst worden. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) weist beispielsweise auf einfache Hygieneregel hin, wie in die Armbeuge husten und Hände waschen.

Der Ernstfall ist bisher im Hanau und im Kreisgebiet noch nicht eingetreten. „Uns wurden vor zwei, drei Wochen Verdachtsfälle gemeldet“, berichtet Mewes. Diese haben sich aber glücklicherweise recht schnell als falsch herausgestellt.

VON YVONNE FITZENBERGER

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