Auf ehemaliger Gewerbebrache in Hanau entstehen mehr als 80 Wohnungen

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Die Backstein-Villa bleibt nun doch erhalten. OB Kaminsky überreichte die Baugenehmigung für das ehemalige Philipp-Areal an Unternehmer Frank Kleespies. 

Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) hat die Baugenehmigung für den ersten Bauabschnitt eines neuen Wohnquartiers an den Jossgrunder Investor Frank Kleespies übergeben.

Hanau – Auf dem früheren Firmengelände der Kleiderfabrik Philipp an der Hochstädter Landstraße entstehen mehr als 80 neue Wohnungen - unter anderem in der erst vor kurzem unter Denkmalschutz gestellten Bruchstein-Villa.

In den ersten Entwürfen des Bauprojekts sollte die Villa noch abgerissen werden. Doch inzwischen wurde die große Bruchstein-Villa unter Denkmalschutz gestellt. Damit musste auch der Vorhabenbezogene Bebauungsplan noch einmal überarbeitet werden. Nun aber ist der Startschuss für die Neubebauung der früheren Industriebrache mit einem Investitionsvolumen von rund 30 Millionen Euro gefallen.

Hanau: 80 Eigentumswohnungen geplant 

Vor knapp zwei Jahren hatte die „Kleespies Projekt Region Hanau GmbH“ das etwa 1,2 Hektar große Areal gekauft. Das Konzept, das Kleespies gemeinsam mit dem Architekten Klaus Heim realisieren will, sieht den Bau von rund 80 Eigentumswohnungen in acht Geschosswohnungsbauten vor. Der Wohnungsmix aus 2- bis 4-Zimmerwohnungen wird weitgehend barrierefrei erschlossen sein. Sechs weitere Wohnungen könnten nach den Worten von Kleespies in der freistehenden Villa entstehen, doch die Entscheidung darüber liegt nicht mehr in seiner Hand. Die Immobilie wurde kürzlich verkauft.

Für den OB fügt sich das jüngste Projekt des Jossgrunder Unternehmers hervorragend in das städtische Gesamtkonzept eines attraktiven Wohnstandorts für jede Lebenslage ein. „Neu entstehendes Wohneigentum wirkt immer auch entlastend auf den Markt der Mietwohnungen“, meint Kaminsky. Trotz eines überproportionalen Bevölkerungswachstums in den letzten Jahren sei es so gelungen, die Steigerungsraten der Mieten nachhaltig zu dämpfen.

Hanau: Lärmschutz für Wohnungen ist Herausforderung

Eine besondere Herausforderung stellte für das Projekt an der Hochstädter Landstraße der Lärmschutz dar, denn die Bahnstrecke Hanau-Frankfurt verläuft unmittelbar angrenzend zu dem Areal. Wie Kleespies erläuterte, sorgen umfangreiche schalltechnische Schutzmaßnahmen dafür, dass eine Wohnnutzung nach dem Immissionsrecht und derzeitiger Rechtslage möglich wird.

Der Bauunternehmer, der in Hanau in der jüngeren Vergangenheit bereits mehrere Projekte mit hochwertigen Eigentumswohnungen realisiert hat, lobt vor allem die zielführende und qualifizierte Begleitung durch die Stadt Hanau. „Durch die sehr konstruktive Zusammenarbeit laufen notwendige Abstimmungsprozesse reibungslos und schnell.“ Nachdem auch der Abriss der alten Firmengebäude abgeschlossen sei, könne der Baubeginn nun zeitnah erfolgen.  

did

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