Weihnachten 

„Niemand muss an Heiligabend alleine sein“ - Ehepaar aus Steinheim lädt Menschen ohne Familien ein  

Niemand muss an Heiligabend allein sein - dieses Motto wurde bei der Steinheimer Weihnachtsfamilie erneut beherzigt. Dazu kamen sogar noch mehr Gäste als bei der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr. FotoS: ghrünewald
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Niemand muss an Heiligabend allein sein - dieses Motto wurde bei der Steinheimer Weihnachtsfamilie erneut beherzigt. Dazu kamen sogar noch mehr Gäste als bei der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr.

Niemand muss an Heiligabend in Hanau allein sein, lautet das Motto, das die beiden Ehepaare Goetelen und Hölzinger aus Steinheim auch in diesem Jahr mit Leben füllen.

Hanau – Weihnachtsmusik erklingt aus der Lautsprecherbox. Der Tannenbaum funkelt und glitzert und die Küchencrew legt letzte Hand an die Vorspeisencanapés. Alles ist gerichtet für eine Neuauflage der Steinheimer Variante der „Weihnachtsfamilie“. 

Niemand muss an Heiligabend allein sein, lautet das Motto, das die beiden Ehepaare Goetelen und Hölzinger auch in diesem Jahr mit Leben füllen.

Hanau: Ehepaar lädt Menschen ein, die sonst an Heiligabend alleine wären

Die Idee dazu brachte Patrick Goetelen seinerzeit aus Belgien mit. Und nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr war klar, dass auch in diesem Jahr wieder im Steinheimer Familien- und Generationenzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde gekocht und gemeinsam mit Menschen gefeiert wird, die sonst den Heiligen Abend zu Hause allein verbringen würden. „Alle Gäste, die im vergangenen Jahr da waren, sind heute wieder gekommen“, freut sich Koch Patrick Goetelen, während die letzten Kartoffeln in den großen Topf wandern.

Nach und nach trudeln auch schon die ersten Gäste ein. Erwartungsfroh und in bester Stimmung. „Es war wie Zuhause, so wie früher“, erinnert sich ein Besucher noch gerne an das letzte gemeinsame Zusammensein. „Wie eine wohlige Umarmung“, fügt eine Dame hinzu. Ein Lob an die Gastgeber, das größer kaum sein könnte.

Das Essen im Generationenhaus in Steinheim kommt von Sponsoren

Die Tischrunde im Steinheimer Familien- und Generationenhaus hat sich in diesem Jahr sogar noch vergrößert. Eine Familie mit ihren Kindern ist gekommen und der ein oder andere Alleinstehende. Herzlich wird ein Jeder begrüßt und in ein Gespräch eingebunden, denn auch die Gastgeber sitzen mittlerweile mit am Tisch.

Das Essen, das die beiden Familien vorbereitet haben, wird komplett von Sponsoren gestiftet. „Wir haben sehr sehr großzügige Unterstützung“, sagt Koch Goetelen stolz. Und so kommt an diesem Abend ein wahres Festessen auf den Tisch. Roastbeef mit Kartoffelpüree und einem Viererlei an Gemüsen, gefolgt von einem köstlichen Dessert.

Doch nicht allein das Essen macht den Abend aus. Einige Gäste haben etwas vorbereitet. Ein Gedicht, eine Geschichte oder ein Lied. Gesungen wird sowieso. Dafür haben die Gastgeber ein Liedheft zusammengestellt. Und eine Weihnachtsgeschichte lesen auch Tessa und Paul vor, Kinder und helfenden Hände der Gastgeber.

Dass Motto „Niemand muss allein bleiben“ nehmen die Gastgeber ernst. Für Seniorin Martha, mit Rollator und Sauerstoffgerät gehandicapt, haben Tessa und Paul sogar einen Hol- und Bringdienst eingerichtet. Und auf das nächste Jahr freuen sich die Gäste schon jetzt. 

VON MATTHIAS GRÜNEWALD

Weihnachten ist auch ein Thema für Frank Zander. Er feiert jedes Jahr mit Bedürftigen. 

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