„Coole“ Plagegeister unterm Mikroskop

Kinderuni der Familienakademie beschäftigte sich mit Läusen, Motten und Flöhen

Kennt sich mit „Plagegeistern“ aus: Dr. Carina Heberer leitete die jüngste Kinderuni in den naturwissenschaftlichen Räumen der Hola. 
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Kennt sich mit „Plagegeistern“ aus: Dr. Carina Heberer leitete die jüngste Kinderuni in den naturwissenschaftlichen Räumen der Hola. 

Eigentlich sind sie ja ziemlich eklig. Mit Läusen, Motten und Flöhen standen bei der jüngsten „Kinderuni“ der Familienakademie der Kathinka-Platzhoff-Stiftung ganz besondere Tiere im Fokus. Doch von Ekel war bei den Kindern keine Spur.

Hanau - Im Gegenteil: „Das ist cool“, meinte ein junger Forscher beim Blick durchs Mikroskop.

„Unbekannte Untermieter – von Stechmücken, Motten und anderen Plagegeistern“ lautete der „Forschungsauftrag“ an die 52 Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren, die sich zur beliebten Reihe angemeldet hatten. „Wir wollen Kinder für Naturwissenschaften begeistern“, sagt Familienakademie-Leiterin Simone Brill. Und mit der Referentin Dr. Carina Heberer konnte man eine erfahrene Forscherin gewinnen, die bereits mehrfach an der Kinderuni zu Gast war.

„Es sind die Experimente, die besonders Spaß machen“, sagt ein jugendlicher Teilnehmer. An mehreren Stationen gab es hierzu reichlich Gelegenheit. Mit Mikroskopen ließen sich die Plagegeister von ganz nah beobachten, aber auch kleine Texte zur Lebensweise der Parasiten standen auf dem Lehrplan. „Forschen hat viel mit Lesen und Recherchieren zu tun“, sagt Heberer, die sowohl an der ökologischen Forschungsstation in Schlüchtern arbeitet als auch als Grundschullehrerin unterrichtet.

So ganz nebenbei wurde dabei auch mit einigen Vorurteilen aufgeräumt. „Läusebefall hat nichts mit unsauberen Haaren zu tun“, erläuterte die Forscherin. Und falls die Jungforscher nach dem Betrachten der zahlreichen Schautafeln mit blutgierigen Parasiten doch einen Juckreiz verspürten, konnten sie auf Linderung hoffen. Zum Finale gab es Lavendelsäckchen für den heimischen Kleiderschrank. „Motten können gut riechen und mögen keine ätherischen Öle“, so Heberer.

Die Familienakademie macht sich vor allem für die MINT-Berufe stark (Abkürzung für: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Zweimal im Jahr richtet sie die Kinderuni in Kooperation mit der Hohen Landesschule und mit wechselnden Themen aus. Neben der Kinderuni (ab acht Jahren), gibt es den Science Club für Kinder ab sechs Jahren und den Kindercampus für Kids ab neun Jahren sowie Angebote während der Schulferien.  

pmg

Infos im Internet

kp-familienakademie.de

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