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Brutale Attacke auf Frau: Polizei feiert Durchbruch nach 7,5 Jahren - Verdächtiger im U-Haft

Tatort Friedenskirche: An dieser Bushaltestelle vor der Friedenskirche in Hanau ist die junge Frau vor siebeneinhalb Jahren brutal niedergeschlagen worden.
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Tatort Friedenskirche: An dieser Bushaltestelle vor der Friedenskirche in Hanau ist die junge Frau vor siebeneinhalb Jahren brutal niedergeschlagen worden.

Ein brutaler Angriff sorgt in Hanau für viel Wirbel. Jahre später hat die Polizei einen Durchbruch.

Hanau – Vor mehr als sieben Jahren ist es in Hanau zu einer brutalen Attacke auf eine Frau gekommen. Der Angriff hielt die Stadt lange in Atmen. Ein Unbekannter attackierte eine damals 25 Jahre alte Frau brutal mit einer Eisenstange und ließ sie mit schweren Kopfverletzung in einer Seitenstraße liegen. Jetzt haben die Ermittler einen Durchbruch erzielt: Ein Spezialeinsatzkommando nahm am frühen Mittwochmorgen (14.04.2021) einen 32 Jahre alten Hanauer im Großraum München fest. Das teilen Staatsanwaltschaft Hanau und Hessisches Landeskriminalamt mit.

Gegen den Mann verhängte eine Ermittlungsrichterin des Hanauer Landgerichts am Mittwochnachmittag einen Untersuchungshaftbefehl, wie Oberstaatsanwalt Dominik Mies auf Anfrage mitteilt. Die Ermittler werfen dem 32-Jährigen aus Hanau versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor. Ein DNA-Treffer brachte sie Ende Januar 2021 schließlich auf die Spur des dringen Tatverdächtigen. Er soll für die brutale Attacke am 15. September 2013 verantwortlich sein. Lange Zeit war sogar unsicher, ob die junge Frau den Angriff überleben würde. Der Verdächtige soll sie an besagtem Abend gegen 22 Uhr an der Bushaltestelle „Friedenskirche“ attackiert und ihr mehrfach mit einer schweren Hantel auf den Kopf geschlagen haben. Anschließen schleppte er sie in eine Seitenstraße, lehnte sie an eine Hauswand und floh, weil zwei Zeugen auf ihn aufmerksam wurden.

Nach Attacke auf Studentin in Hanau: Tatverdächtiger wird Haftrichterin vorgeführt

Die Studentin wurde dabei so schwer verletzt, dass sie sich nachher nicht mehr an die Attacke erinnern konnte. Laut Mitteilung war lange unklar, ob sie die Attacke überleben würde. Das Landeskriminalamt suchte nach eigenen Angaben mit einem hohen Ermittlungsaufwand, etwa mit Mantrailer-Hunden, einer DNA-Reihenuntersuchung und einer öffentlichen Fahndung unter Auslobung einer Belohnung von 2000 Euro nach dem Täter. Der Fall wurde im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen auch in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY- ungelöst“ vorgestellt.

Ein Spezialeinsatzkommando nahm den Verdächtigen in einer Therapieeinrichtung in München fest. Dort hielt er sich auf eigenen Entschluss auf. Anschließend übernahm ein hessisches Ermittlerteam den Fall.

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