Hanaus flachste Baugrube

Marktplatz-Umbau und Tiefgaragen-Sanierung 

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So wird der Neubau auf der Markplatz-Ostseite aussehen, der bis Dezember fertig sein soll.

Hanau - In drei Wochen beginnen die Arbeiten für den Umbau des Marktplatzes und die Sanierung der Tiefgarage. Bis zur Weihnachtszeit soll die Ostseite bebaut sein und ein neues Lokal in Betrieb gehen. Von Christian Spindler

Mehr als acht Millionen Euro investiert die Stadt allein in diesem Jahr für den Markplatz. „Wir freuen uns schon auf Weihnachten“, sagt Stadtentwickler Martin Bieberle. Denn es wird wird „ein besonderer Weihnachtsmarkt werden“, ergänzt Architekt Ulrich Wagner, weil dieser dann erstmals vor der Kulisse des Neubaus auf dem Marktplatz stattfinden wird.

Bis dahin ist freilich noch ein eng getakteter Bauablauf zu bewältigen. Start dafür ist am 18. März. Dann werden Bauzäune aufgestellt, ziehen Blumenladen und Kiosk in Container um, wird der Taxistand in die Paradiesgasse verlegt, werden Busse umgeleitet, weil sie nicht mehr durch die Nürnberger- und die Fahrstraße kommen. Die City wird durch Shuttle-Busse erschlossen. Der Wochenmarkt bleibt indes auch während der Bauzeit an seinem angestammten Platz.

„Bis Ostern laufen die vorbereitenden Arbeiten auf der Ostseite“

„Bis Ostern laufen die vorbereitenden Arbeiten auf der Ostseite“, erklärt Architekt Wagner. Ab 2. April wird dann die Tiefgarage gesperrt. Sie wird für 4,9 Millionen Euro komplett saniert. 300 Ausweichparkplätze stehen auf dem Westkarree zur Verfügung. Auf dem Marktplatz sind Anfang April dann die Abriss-Arbeiter am Werk - „behutsam“, so der Architekt, werde das vonstatten gehen, weil die aufwendige Technik von Tiefgarage und Kaufhof weiterlaufen muss.

Bis Mitte April sollen Laden, Kiosk, Taxistand und Haltestellen verschwunden sein. Aus dem Boden werden Pflaster, Schotter und Beton für das Baufeld entfernt. „Hanau wird dann neben der tiefsten Baugrube auf dem Freiheitsplatz auch die flachste bekommen“, scherzt Wagner. Immerhin 60 Meter lang und 15 Meter breit wird der zweigeschossige Neubau, der von einer Bodenplatte aus rund 7,50 Meter in die Höhe gezogen wird.

„Nur Details“ wurden modifiziert

Seit der erste Entwurf erstellt worden ist, hat er praktisch unverändert die Entscheidungsgremien passiert - „nur Details“, so der Architekt, wurden modifiziert. Der Flachbau mit viel Glas und einem Stahlkorsett soll im Spätsommer als besonderen Effekt Fassadenteile in Gold- und Bronzeoptik bekommen.

Der „ehrgeizige Zeitplan“ (Wagner) sieht vor, dass im November der Innenausbau des Lokals erfolgen kann. Das neue Gebäude, das der städtische Eigenbetrieb Hanau Verkehr und Entsorgung (HVE) für 3,2 Millionen Euro errichtet, wird an den Gastronomen Stefan Gebauer, der auch das gegenüberliegende „Café Central“ betreibt, und seinen Partner Sebastian Szutta verpachtet. Zudem ziehen der Blumenladen und der Kiosk als Mieter ein.

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Zur Weihnachtszeit soll nicht nur die sanierte Tiefgarage, sondern auch das Restaurant eröffnet werden, das „Klara“ heißen und regionale Küche bieten wird. „Wir sind mit dem Innen-Konzept schon ziemlich weit“, sagt Szutta, der sich ansonsten aber lieber bedeckt hält.

Bis Weihnachten soll der City-Umbau im zusammenhängenden östlichen Teil fertig sein. Dazu gehören neben der Marktplatz-Ostseite auch die Fahrstraße und die Nürnberger Straße, die bis dahin umgestaltet werden. Ein zweiter Bau auf der Marktplatz-Westseite, der genauso aussieht, die selben Maße hat und das „Café Central“ überspannen wird, soll 2014 errichtet werden.

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