„Förderverein Dampfmaschinenmuseum“

Seit 41 Jahren engagiert

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Die Maschinen in der großen Halle boten die passende Kulisse für die Würdigung des Fördervereins Dampfmaschinenmuseum.

Großauheim - Mit der Bürgerplakette der Stadt Hanau zeichnete Oberbürgermeister Claus Kaminsky am Dienstagabend im Großauheimer Museum den „Förderverein Dampfmaschinenmuseum e. V. “ aus. Von Dieter Kögel 

Hans Werner Dörich, Vorsitzender und Mitbegründer des Vereins, nahm diese hohe Auszeichnung entgegen. Der „Förderverein Dampfmaschinenmuseum“ hat dem Großauheimer Museum am Pfortenwingert nicht nur eine Vielzahl seiner Exponate als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt, sondern betreibt nun auch in direkter Nachbarschaft des ehemaligen Großauheimer Elektrizitätwerks einen „Dampfpark“.

Seit 41 Jahren, so der Oberbürgermeister in seiner Laudatio auf die Preisträger, habe sich der Verein mit seinen heute 95 Mitgliedern unter der Leitung von Dörich der Sanierung und Aufarbeitung historischer Dampfmaschinen verschrieben, um die stählernen Zeugen der Industriekultur dann auch im Betrieb vorführen zu können. Wie etwa bei den legendären „Großauheimer Dampftagen,“ die laut Kaminsky Besucher aus ganz Deutschland anlocken würden. Im vergangenen Jahr - nach 13-jähriger Pause der Dampftage - waren es 5 000 Gäste, die zu diesem Anlass Museum und Dampfpark besucht hatten. Eine so lange Pause soll es nicht nochmal geben, versicherte Kaminsky. Bereits für das Jahr 2016 seien die nächsten Großauheimer Dampftage geplant.

Hervorragendes Alleinstellungsmerkmal

Als „hervorragendes Alleinstellungsmerkmal“ für Großauheim bezeichnete Ortsvorsteher Gerhard Luber die Dampfmaschinenpräsentation im Museum und die Ausstellung im „Dampfpark“ des Vereins, den der Förderverein gerne ausweiten würde, wie Hans Werner Dörich in seiner Dankesrede betonte. Das allerdings hänge von der Zustimmung der Grundstückseigentümer ab.

Auf jeden Fall, versprach Dörich, wolle der Verein ab diesem Jahr den Technikpark unter der Überschrift „Industriekultur und Geselligkeit“ stärker für Interessierte öffnen. Dann könnten nach Führungen zum Beispiel auch Weinproben oder Grillabende auf dem Gelände stattfinden.

Dörichs Dank ging auch an die Dampfmaschinenfreunde aus Aschaffenburg, die immer dann zur Stelle seien, wenn man in Großauheim bei der Aufarbeitung einer Maschine nicht mehr weiterkomme. Und auch das Frankfurter Transportunternehmen, das die Dampfmaschinen aus Großauheim zu bundesweiten Veranstaltungen verfrachte, wo die Kolosse dann im Betrieb gezeigt werden und so auch für Hanau werben, dürfe dabei nicht vergessen werden. In 40 Jahren Zusammenarbeit habe es „keinen einzigen Transportschaden“ gegeben.

Bei einem guten Tropfen und Häppchen wurde die Ehrung nach dem offiziellen Teil gebührend gefeiert. Natürlich vor der liegenden MAN Einzylinder Dampfmaschine, dem Herzstück der Ausstellung in der ehemaligen Maschinenhalle des Großauheimer Elektrizitätswerkes. Dort schwebten dann auch die synthesizerähnlichen Töne der Klanginstallation durch den großen Raum. Diese Klanginstallation, so Hanaus Oberbürgermeister, werde im übrigen „dauerhaft“ im Großauheimer Museum bleiben. Die sei jetzt sicher.

Aktionstag im Dampfmaschinen-Museum

Aktionstag im Dampfmaschinen-Museum

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