Große Ziele für den Klimaschutz

Busverkehr an Samstagen: „Fridays for Future“-Gruppe mit bemerkenswerter Forderung   

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Die Fridays for Future-Gruppe in Hanau will, dass Busfahren am Samstag kostenlos ist. 

Die „Fridays For Future“-Bewegung trommelt auch in Hanau weiter, damit der Klimaschutz beherrschendes Thema bleibt. Am Freitagabend luden die Klimaschützer zusammen mit der städtischen Stabsstelle für Nachhaltigkeit zu einer Infoveranstaltung ins Kulturforum ein.

Hanau – Mirkan Dogan, Sprecher der DIDF-Jugend und Mitglied der „Friday For Future“-Gruppe Offenbach, zeigte eingangs eindringlich auf, welche klimatischen Folgen durch den Treibhauseffekt bereits schon eingetreten sind und noch zu erwarten sein werden. „Bei einer Erderwärmung um zwei Grad wird es kritisch,“ warnt Dogan. „Ab da sind wir der Natur ausgeliefert - mit unabsehbaren Folgen.“ 

Dogan sieht allerdings kaum Chancen, diese Entwicklung zu stoppen - zumindest nicht im Rahmen des Bestehenden, denn einen „grünen Kapitalismus“ werde es nicht geben. Notwendig sei, die Energieproduktion „radikal zu verändern,“ Energiekonzerne zu vergesellschaften, öffentlichen Nahverkehr zum Nulltarif anzubieten, einen klimagerechten sozialen Wohnungsbau zu fördern und das Abholzen von Wäldern stoppen.

Hanau: "Fridays For Future" formuliert klare Ziele für Klimaschutz

Kleinere, aber doch auch wirkungsvolle Schritte auf dem Weg zur Verbesserung des Klimas macht die Stadt Hanau, wie deren Klimamanager Sebastian Nellies am Beispiel der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes darlegte, das 2015 beschlossen wurde, bis 2018 Gültigkeit hatte und nun fortgeschrieben werde. Von 68 Maßnahmen seien 45 umgesetzt worden, zwölf befinden sich laut Nellies in der Umsetzung, elf Vorhaben haben sich als nicht realisierbar erwiesen.

Hanaus Klimamanager Sebastian Nellies, DIDF-Jugendsprecher Mirkan Dogan und, Mara Landwehr von „Fridays For Future“ stellten Maßnahmen zum Klimaschutz vor.  

Bereits formulierte Ziele bis 2020 seien, die Treibhausgase um 20 Prozent zu reduzieren, die Energieeffizienz um über 20 Prozent zu steigern und den Anteil erneuerbarer Energien auf über 20 Prozent zu heben. Dazu kämen Bestrebungen im praktischen Alltag, wo es mit der bevorstehenden Eröffnung eines Unverpacktladens und der Vermeidung von Einwegmüll bei Festen oder auf dem Wochenmarkt ganz konkret um die Müllvermeidung gehe, wie Luisa Neeße von der städtischen Stabsstelle für Nachhaltigkeit erklärte.

Hanau: "Fridays For Future"-Gruppe fordert kostenlose Busse an Samstagen

Für einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr in der Innenstadt an Samstagen setzt sich die Hanauer Gruppe von „Fridays For Future“ im Rahmen einer Kampagne ein. Frederik Fauth und Viktoria Kudelka von der örtlichen Initiative machten am Beispiel von Aschaffenburg, wo seit geraumer Zeit die öffentlichen Stadtbusse in Hanau, in denen bald auch häufiger kontrolliert werden soll, an Samstagen zum Nulltarif genutzt werden können, die Vorteile einer solchen Regelung deutlich. 

Auch in Hanau wolle man dieses Thema wieder in die Diskussion bringen, hieß es. Denn auch mit vielen kleinen Schritten könne man Großes bewegen, sind sie sicher.  

zdk

Um den Klimaschutz weiter voran zu treiben, hatte das Hanauer Stadtparlament einen von den „Kleeblatt-Fraktionen“, SPD, Grüne, BfH und FDP, eingebrachten Antrag einstimmig verabschiedet.

In Hanau sollen Lkws aus Offenbach künftig über Steinheim fahren. OB Claus Kaminksy (SPD) wehrt sich jedoch.

Neues zur Demonstration in Hanau: Fridays for Future erneuert auf Demo Forderung zu Bus-Verkehr an Samstagen

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