Fit bleiben bis ins hohe Alter

Hanauer Gesundheitsmesse zieht rund 7000 Besucher an

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Hilfsmittel fürs Leben im Alter nahmen einen breiten Raum bei der Messe ein.

„Aktiv leben – für mehr Vitalität und Gesundheit“, so lautete das Motto der 7. Hanauer Gesundheitsmesse im Congress Park, die am Samstag und Sonntag nach Angaben von Messeveranstalter Karl-Heinz Stoll etwa 7000 Besucherinnen und Besucher anlockte.

Hanau – Ihnen wurde in rund 80 Vorträgen und an noch mehr Infoständen zu nahezu allen Themen rund um Gesundheit und Wellness Informationen geboten. Dabei konnte man auch selbst aktiv werden, etwa auf einem Power Board, oder seinen Blutzucker und andere Gesundheitswerte bestimmen lassen.

„Vor allem Gesundheits- und Wellnessreisen standen in diesem Jahr bei vielen Besuchern im Fokus“, hat Messeorganisator Stoll beobachtet. Zahlreiche Anbieter waren mit Reiseangeboten vertreten, die Ziele für eine Regeneration bei Beschwerden wie Ischias, Osteoporose und vielen anderen Krankheiten versprechen. Der Vorteil: „Krankenkassen bezuschussen solche Reisen, und man kann sich das Ziel, im Gegensatz zu einer Kur, selbst aussuchen“, erläuterte Christiane Leitz von Vital Tours.

Die Möglichkeiten der Endoskopie als schonendes Operationsverfahren wurde den Besuchern der Hanauer Gesundheitsmesse an diesem Infostand demonstriert.

Aber auch Themen rund um die Pflege waren stark nachgefragt. Und hier vor allem der Wunsch nach einer Pflege in den eigenen vier Wänden. Anbieter wie die „Pflegeagentur 24“ haben sich auf die Rekrutierung von Pflegekräften in Osteuropa spezialisiert, um der wachsenden Nachfrage nachzukommen. „Die Pflegekräfte wohnen dann in einem eigenen Zimmer im Haus oder der Wohnung der zu Pflegenden und übernehmen den Haushalt und die Rundumpflege“, erklärte Daniel Thein das Konzept.

Fit bleiben auch im Alter war eines der großen Themen, die auf der Gesundheitsmesse breiten Raum einnahmen. Dazu gehört neben den neuesten Trends bei Fitnessgeräten, auch eine gesunde Ernährung. Eine Beratung hierzu bietet unter anderem das Hanauer St. Vinzenz Krankenhaus an, die allerdings eine individuelle Gesundheitsleitung (IgeL) ist, deren Kosten von den Krankenkassen nicht übernommen wird. Bei Beschwerden wie dem weitverbreiteten Sodbrennen empfahl beispielsweise Ernährungsberaterin Dr. Heike Raab vom St. Vinzenz in ihrem Vortrag ein ganzes Bündel an Maßnahmen wie: „Nicht zu süß, fett, scharf oder sauer essen und Alkohol ebenso meiden wie kohlensäurehaltige Getränke.“

Gesundheitsparameter wie den Blutzucker konnte man sich an diesem Stand bestimmen lassen.

Ein anderer Trend, um fit zu bleiben, sind Geräte, die sich auch in der eigenen Wohnung aufstellen lassen und den Besuch im Fitnessstudio unnötig machen. „Vor allem Rudergeräte für den Heimgebrauch werden verstärkt nachgefragt“, weiß Fitnessberater Ozan Aydogmus von der Firma Hammer. Ein Trend, der durch die Fernsehserie „House of Cards“ begünstigt wurde, in der die Protagonisten sich auf eben jene Art und Weise fit halten.

Wer auch ohne eigene körperliche Bewegung fit werden will, dem versprach die Firma Thermofit „ein gelenkschonendes Ganzkörpertraining“. Hier reicht es, sich auf das Gerät zu stellen und sich der selbstalternierenden Wippe und Mikrovibration durch Rotation zu überlassen.

Von Matthias Grünewald

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