Forum für junge Filmemacher

„Jung und abgedreht“ hat sich zu internationalem Festival entwickelt

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Hoffen auf eine ähnlich große Resonanz wie im Vorjahr: Macher und Sponsoren des Hanauer Jugendkurzfilmfestivals „Jung und abgedreht“. 

„Jung und abdreht – das Hanauer Jugend-Kurzfilmfestival“ geht in seine achte Runde. Ab sofort können wieder Wettbewerbsbeiträge eingereicht werden.

Hanau – „Aus einem kleinen regionalen Festival ist über die Jahre ein national - und zumindest im deutschsprachigen Raum - auch international beachtetes Festival geworden“, freuen sich die Festivalmacher um den Hanauer Regisseur Daniel Siebert und Anna Jagust, Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Hanau, die seit einigen Jahren Trägerin der Veranstaltung ist.

Mittlerweile, so Siebert, sei „Jung und abgedreht“ zu einer viel beachteten Plattform für junge Filmtalente geworden. Davon zeugten auch die mehr als 200 Einreichungen zum Hanauer Jugend-Kurzfilmfestival im vergangenen Jahr. Daraus wurden in den verschiedenen Kategorien 44 Filme ausgesucht, die dann auf großer Leinwand im Hanauer Kinopolis vor ausverkauften Haus präsentiert wurden.

Nach Ansicht von Anna Jagust ist „Jung und abgedreht“ über die Jahre „immer politischer“ geworden. Bei den ersten Auflagen des Festivals habe man politische Beiträge unter den eingereichten Kurzfilmen „noch mit der Lupe suchen müssen“, so Jagust. „Das hat sich deutlich geändert. Hochaktuelle Themen wie Flucht, Krieg, Gewalt, Umweltzerstörung, Klimaschutz und digitale Medien beschäftigen die jungen Filmemacher zunehmend. Das, denke ich, wird in diesem Jahr nicht anders sein.“ Und je brisanter Themen in den Festivalbeiträgen sind, umso größer sei der Gesprächsbedarf, hat Regisseur Daniel Siebert festgestellt. Dem wolle man bei der neuen Auflage von „Jung und abgedreht“ Rechnung tragen, indem man Fragerunden mit den Filmemachern einschiebt und längere Pausen für Gespräche zwischen den einzelnen Wettbewerbskategorien lässt.

Von Beginn an hat das Unternehmen Kinopolis „Jung und abgedreht“ tatkräftig unterstützt, stellt für die Abschlussveranstaltung nicht nur den großen Kinosaal mit der entsprechenden Technik zur Verfügung, sondern bietet in seinem Foyer auch Raum für Gespräche, Infostände und ein attraktives Begleitprogramm. Hanaus Oberbürgermeister und Kulturdezernent Claus Kaminsky (SPD) würdigte das Engagement von Kinopolis als vorbildlich: „Kinopolis ist längst Teil der Hanauer Stadtgesellschaft geworden. Das Engagement bei Jung und abgedreht ist dafür nur ein Beispiel.“ Der OB dankte aber auch den weiteren Hauptsponsoren, Evonik, Baugesellschaft Hanau und der Stiftung der Sparkasse Hanau, für ihre Unterstützung des Festivals, für das auch in diesem Jahr der bekannte aus Hanau stammende Schauspieler Dominic Raake die Schirmherrschaft übernommen hat.

Wie im Vorjahr werden wieder Preise in vier Kategorien und in dem Wettbewerb „regionale Videohelden“ vergeben. Dabei werden Filme sowohl von einer Fachjury als auch vom Publikum bewertet. Zudem stiftet der Zonta Club Hanau einen Sonderpreis für junge Filmemacherinnen. Informationen rund um den Wettbewerb und die Teilnahmebedingungen gibt es im Internet.

Das große Finale von „Jung und abgedreht“ findet dann am 26. Januar 2020 im Rahmen einer großen Gala im Hanauer Kinopolis statt.

Infos im Internet unter jungundabgedreht.de

Von Dirk Iding

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