Mutterkonzern der städtischen Gesellschaften konnte in 2018 das Defizit erneut verringern

Kaminsky: „Schwarze Null“ ist für Holding nicht unrealistisch

+
Mit einem Verlust von „nur“ 736 000 Euro hat die städtische Beteiligungs-Holding Hanau (BHG), die Mutter der städtischen Gesellschaften in der Brüder-Grimm-Stadt, eines ihrer besten Jahresergebnisse überhaupt hingelegt. (Symbolbild)

Mit einem Verlust von „nur“ 736 000 Euro hat die städtische Beteiligungs-Holding Hanau (BHG), die Mutter der städtischen Gesellschaften in der Brüder-Grimm-Stadt, eines ihrer besten Jahresergebnisse überhaupt hingelegt.

Hanau – Der Trend der letzten Jahre, in denen die Verluste immer geringer wurden – Ausnahme war das Jahr 2016, in dem die Stadtwerke Hanau hohe Verluste aus Großkundengeschäften abschreiben mussten – hat sich damit fortgesetzt.

Betrug das Minus 2010 noch fast sieben Millionen Euro und 2012 noch 3,8 Millionen Euro, waren es 2017 942 000 Euro und im vergangenen Jahr besagte 736 000 Euro. Entsprechend zufrieden ist Oberbürgermeister und BHG-Aufsichtratschef Claus Kaminsky: „Die städtischen Gesellschaften haben 2018 ihre Unternehmensziele erreicht. Es gab kein negatives Abweichen, sondern eher positive Ausschläge.“

So machte die HSB statt der erwarteten vier Millionen Euro Verlust nur rund 3,6 Millionen Euro Miese. Das hing vor allem mit dem Anstieg der Fahrgastzahlen auf rund 14 Millionen zusammen. Hier profitiere Hanau vom Bevölkerungswachstum, so Kaminsky. Ähnliches gelte für die Stadtwerke, wie, wie berichtet, einen Gewinn von 7,3 Millionen Euro abführen konnten, 1,3 Millionen mehr als in 2017. Kaminsky: „Dieses gute Ergebnis hilft, die Defizite der HSB und der Bäder auszugleichen.“

Dank der gestiegenen Badegastzahl im Supersommer 2018 sank der Verlust der Bäder auf etwas mehr als 3 Millionen Euro – nach 3,3 Millionen Defizit im Jahr zuvor.

Die Baugesellschaft sei mit einer Gewinnzuführung von einer Million Euro wieder ein „verlässlicher Ergebnisstabilisator“ für die städtische Holding gewesen. Ähnlich gelte das für die Parkhaus-Gesellschaft, die ihr Plus von etwas mehr als 300 000 Euro seit 2016 stabil halte.

Die Hanau Hafen GmbH erzielte einen Gewinn von 650 000 Euro. „Das ist umso bemerkenswerter, als die lange Hitzeperiode 2018 zu Niedrigwasser auf dem Rhein und damit in Hanau zu weniger Umschlag führte“, sagt Ewald Desch, der sowohl bei der HHG als auch bei der BHG die Geschäfte führt.

„Äußerst erfreulich“, so Kaminsky, sei auch die Entwicklung am Klinikum Hanau. Es erwirtschaftete, wie berichtet, 2018 ein Plus von etwas mehr als einer Millionen Euro – nach 1,2 Millionen Euro im Jahr 2017.

Oberbürgermeister Kaminsky sieht im Gesamtergebnis der Beteiligungs-Holding Hanau für das Jahr 2018 „eine Größenordnung, die es in der Bilanz dauerhaft anzustreben gilt“. Die Tendenz gehe „in Richtung schwarze Null“. Dank der „rasanten Stadtentwicklung“ sei das „nicht unrealistisch“.

Das Anlagevermögen des Stadt-Konzerns beträgt laut aktuellem Geschäftsbericht 475 Millionen Euro – und damit 13 Millionen mehr als 2017. Die Investitionssumme der Gesellschaften stieg von 31 Millionen Euro im Vorjahr auf jetzt 42 Millionen Euro. Das Eigenkapital wuchs auf 62 Millionen Euro deutlich an, im Jahr 2017 hatte es 35 Millionen Euro betragen.

Für rund 2700 Beschäftigte wendeten die städtischen Gesellschaften 2018 rund 146 Millionen Euro Personalkosten auf – nach 139 Millionen Euro im Jahr zuvor. „Damit wird natürlich auch die Nachfrage in Hanau und Umgebung angekurbelt“, meint Holding-Geschäftsführer Ewald Desch.  

did

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare