14. Internationaler Kunsthandwerkermarkt

Halsketten aus Kaffeekapseln: Upcycling ist Trend

70 Aussteller und dem In- und Ausland beteiligten sich am 14. Internationalen Hanauer Kunsthandwerkermarkt, der am Wochenende im Schlossgarten stattfand. FotoS: döbert

Hanau – Vieles, was das Herz begehrt, konnten die Besucher des Kunsthandwerkermarktes an diesem Wochenende in Hanau finden. Bereits zum 14. Mal fand der Markt im Schlossgarten statt. 

70 Aussteller aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland präsentierten ihre ausgefallenen Waren. Für jeden Geschmack und jeden Bedarf gab es an den Ständen etwas zu finden: Schmuck, Kleidung, Dekorationen für Haus und Garten, handgebundene Bücher und vieles mehr.

Besonders groß war das Interesse an den Produkten von Heike Ferber und Dieter Dausmann aus Kaiserslautern. Diese haben sich dem Thema Upcycling verschrieben und verkauften unter anderem Schmuck und Schlüsselanhänger aus den unterschiedlichsten Materialien. Darunter beispielsweise Halsketten aus gebrauchten Kaffeekapseln oder Gürtel und Schlüsselanhänger aus alten Fahrradschläuchen. „Wir sind mal zusammen Rad gefahren und danach kam er plötzlich mit so einem Schlüsselanhänger aus dem Keller“, erklärte Heike Ferber, wie es zu der Idee kam. 

Upcyling: Umweltbewusster Trend auf dem Kunsthandwerkermarkt

Danach hatten schnell auch Freunde solche Anhänger haben wollen und es habe sich weiterentwickelt. Ferber und Dausmann waren in diesem Jahr bereits zum vierten Mal auf dem Kunsthandwerkermarkt und lobten das gelungene Ambiente. „Es ist wie Urlaub“, urteilte Ferber.

Dekorativer Sichtschutz für den heimischen Garten.

Ähnlich empfand es auch Jürgen Behrend-Ulrich vom „Team Löffelbieger“ aus Waldkappel. Er war zum ersten Mal in Hanau auf dem Kunsthandwerkermarkt und lobte diesen in höchsten Tönen vor allem dafür, dass er so familiär sei. Behrend-Ulrich fertigt seit 15 Jahren Schmuck aus gebogenem, antikem Besteck an. „Meine Frau ist schuld“, scherzte er. Diese habe auf einem anderen Markt ein ähnliches Produkt gesehen und haben wollen. Behrend-Ulrich dagegen hatte darauf bestanden, so etwas auch selbst herstellen zu können und schließlich Wort gehalten. Seitdem stellt er die Schmuckstücke her und versucht sich von anderen abzuheben. Dies gelänge ihm, so erklärte er, indem er Besteck von Tiffany oder aus Indianerreservaten benutze, an das andere in Deutschland nicht herankämen. Das wichtigste sei jedoch, so Behrend-Ulrich: „Man muss jedes Stück leben.“

Von Weidenholz bis Glas ist alles dabei

Doch nicht nur Schmuck und Schlüsselanhänger gab es in Hanau an diesem Wochenende zu erstehen. Auch für die Dekoration des Hauses oder Gartens war einiges zu finden. So auch die dekorativen Wände von John McNamara aus Dittenheim. Diese waren am Ufer des Schlossgartenteiches aufgestellt und sollen im heimischen Garten vor neugierigen Blicken schützen. „Man braucht seine Privatsphäre“, urteilte McNamara. Doch es gäbe einen schmalen Grat zwischen Privatsphäre schaffen und sich einsperren, fand er. Daher sind seine Produkte aus leichten Materialien wie Weidenholz, dekorativen Steinen oder Glas gefertigt. Gehalten von einem Metallgerüst können sie im Garten als Sichtschutz verwendet werden. McNamara war in diesem Jahr zum ersten Mal in Hanau und auch er war vom Kunsthandwerkermarkt begeistert. Vor allem der Schlosspark gefiel ihm gut und auch die Organisation wurde von ihm hochgelobt. So waren an diesem Wochenende Kunden wie Aussteller hochzufrieden.

VON TATJANA DÖBERT

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