Hanauer Segelverein kann zum Jubiläum die Boote zu Wasser lassen

Urlaubsfeeling auf dem Main

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Genug Wind zum Segeln hatte der Hanauer Segelverein zum 40. Geburtstag.

Vor 40 Jahren gründete sich der Segelverein Hanau. Grund genug, auf dem Vereinsgelände am Main gebührend zu feiern. 

Hanau – Mit einem Tag der offenen Tür luden die segelbegeisterten Wassersportler Interessierte zum Schnuppersegeln auf ihr heimisches Revier nahe der Dietesheimer Schleuse ein. Und das Beste gleich vornweg: Es hatte sogar ein wenig Wind. Denn mit dem Segeln auf Flüssen ist es eine besondere Sache, wissen die Aktiven.

„Heute früh dachten wir nicht, dass wir ein Boot zu Wasser lassen“, sagt Jürgen Jaschonek, während er das Vorschot hochzieht. „Dass es jetzt sogar drei sind, freut uns besonders.“ Neben mangelndem Wind, der oft noch von der Uferbepflanzung abgeschirmt wird, kommen rasende Motorboote als weitere Schwierigkeit hinzu. Die Wellen, die ein solches Boot verursacht, können schon mal eine der Jollen zum Kentern bringen. Eine Erfahrung, die Jaschonek bereits mehrmals machen musste. Doch die Freude an diesem Sport überwiegt bei den rund 15 Familien, die die Vereinsanlage mit eigenem Bootssteg nutzen.

 „Es ist die Faszination, sich ohne Motor bewegen zu können“

 „Es ist die Faszination, sich ohne Motor bewegen zu können“, sagt Jaschonek. Und so lässt sich die kleine Segelgemeinschaft den Wind um die Nase wehen – wenn er denn mal weht. Meist geht es dann in Richtung Schloss Philippsruhe und wieder zurück. „Das ist dann wie im Urlaub.“

Wie im Urlaub: Bootsfahrt auf dem Main. 

Interessierte können für erste Erfahrungen die vereinseigenen Jollen nutzen. „Davon gibt es zwei, und es ist meistens ein Boot frei“, weiß Luisa Ramos de la Rosa. Wer keinen Segelschein hat, muss allerdings einen erfahrenen Skipper mit an Bord nehmen.

VON MATTHIAS GRÜNEWALD

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