Kunstwerke zum Corona-Jahr gesucht

Hanau: „In Art we trust“ – Junges Künstlerkollektiv des JuBiKuz plant Ausstellung in der Galerie Freihafen

Ausstellung zum Corona-Jahr geplant: Junge Künstler sind eingeladen, ihre Bilder einzusenden. Gezeigt werden Bilder zum Corona-Jahr wie „Streifen Hoffnung“ von Jessica Kaufmann vom Künstlerkollektiv des JuBiKuz.
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Ausstellung zum Corona-Jahr geplant: Junge Künstler sind eingeladen, ihre Bilder einzusenden. Gezeigt werden Bilder zum Corona-Jahr wie „Streifen Hoffnung“ von Jessica Kaufmann vom Künstlerkollektiv des JuBiKuz.

Das Künstlerkollektiv „Atelier Fluchtpunkt“ plant eine Ausstellung unter dem Arbeitstitel „2020 In Art we trust!“ in der Galerie Freihafen. Dazu lädt es junge Künstler ein, ihre Werke einzusenden.

Hanau – Die zehn besten Werke werden in die Ausstellung „2020 In Art we trust!“ des Künstlerkollektivs „Atelier Fluchtpunkt“ mit aufgenommen. Das Künstlerkollektiv gehört zum Jugend- und Kulturbildungszentrum Hans Böckler Haus (JuBiKuz). Das Atelier der Gruppe sollte im Februar diesen Jahres eigentlich in den Räumlichkeiten des JuBiKuz eröffnet werden. Für die Einweihungsfeier am 21. Februar war alles vorbereitet. Doch bekanntlich kam nach dem 19. Februar in Hanau alles anders. Auf den rassistisch motivierten Anschlag folgte die Corona-Pandemie. Das Böckler-Haus wurde zum neuen Standort des Ärztlichen Notdienstes. Die Ausstellung musste neu gedacht werden.

Junge Künstler kommen in der Galerie „Freihafen“ unter

Seit Kurzem nutzen die jungen Künstler die Räumlichkeiten des Vereins Kulturzentrum Pumpstation (KUZ). Wie die Stadt mitteilt, stellt der Verein die Räumlichkeiten seiner Galerie „Freihafen“ im Hafentor vorübergehend den Jugendlichen zur Verfügung. Aus der Galerie wird dabei ein Atelier. Und auch ein künftiger Ausstellungsort – alles basierend auf einem „umfassenden Hygienekonzept“.

In einer gemeinsamen Aktion haben das Team des Jugendbildungs- und Kulturzentrums (JuBiKuz), der Bereich Soziokultur des Fachbereichs Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen und der Trägerverein Kulturzentrum Pumpstation (KUZ) mit jungen Künstlerinnen und Künstlern aus Hanau laut einer städtischen Pressemitteilung der Pandemie getrotzt. Damit sei das Kunstprojekt auch für die Zukunft gesichert. Hier habe insbesondere die fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit gut funktioniert.

Kreative Wege, um den Gruppenspirit zu bewahren

„Solche Prozesse und das Beschreiten neuer Wege braucht normalerweise lebendige Auseinandersetzung und Räume der Begegnung“, sagt Nicole Harth, Initiatorin der Gruppe und sozialpädagogische Fachkraft im JuBiKuz. Die Abfolge der Ereignisse sei eine anhaltende bewegende Zeit, die allen einen langen Atem abverlange. „Zwar sind direkte Treffen von jetzt auf gleich nicht mehr möglich gewesen, aber eine große Reflexionsfähigkeit und Solidarität unter den Jugendlichen war durchweg spürbar“, berichtet sie. Netzwerken, auch über digitale Kanäle, war angesagt. „Dass es gelungen ist, den Gruppenspirit weiter am Leben zu halten, dazu haben alle etwas beigetragen und aus der örtlich angebundenen Künstlernachwuchsgemeinschaft ist so etwas wie ein wanderndes, digitales, vielfältig vernetztes Künstlerkollektiv geworden“, beschreibt Robert Schäfer, Leiter des JuBiKuz, die Arbeit des Künstlerkollektives. Die jungen Künstler hätten ihr zufolge Outdoor-Angebote wie „Jugend im Käfig“ im Fronhof oder „Kunst am Main“ dankend angenommen, um sich zu treffen oder selbst auszustellen.

Aktuell acht junge Kunstschaffende

Auch an anderer Stelle habe die Stadt konkret geholfen: Als klar war, dass dringend Material für die jungen Künstler benötigt wird, wurden entsprechende Haushaltsmittel aus dem Kulturetat eingebracht. Trotz aller Einschränkungen sei es gerade jetzt wichtig, dass Kreativität einen Raum habe, sich zu entfalten und junge Menschen die Möglichkeit hätten, ihre Erlebnisse aufzuarbeiten. Zurzeit besteht die Gruppe aus acht jungen Kunstschaffenden. Die ambitionierten jungen Leute sind Studenten, besuchen die Zeichenakademie und Hanauer Schulen. Eine Ausstellung nach der Zeit des Lockdowns gebe den jungen Künstlern zurzeit eine wichtige Perspektive.

Die besten zehn Bilder werden ausgestellt

Kreative Jugendliche aus Hanau sind eingeladen, sich mit ihren Bildern zum Thema 2020 zu bewerben – die zehn besten Bilder werden mit in die Ausstellung genommen. Junge Menschen, die sowieso zu Hause kreativ sind, haben die Möglichkeit, sich zu beteiligen und ihre Bilder und Zeichnungen passend zum Thema 2020, bis Größe A3 – zunächst digital an das Künstlerkollektiv zu senden. Die Bewerbungen können bis zum 31. Januar 2021 an das Jugendbildungs- und Kulturzentrum per E-Mail nicole.harth@hanau.de gesendet werden.  jj

Hintergrund: Atelier Fluchtpunkt

Die derzeit acht Atelierplätze sind momentan vergeben, dennoch können sich Interessierte jederzeit bewerben. Ansprechpartnerin für alle soziokulturellen Angebote im JuBiKuz ist Nicole Harth. Sie ist telefonisch erreichbar unter z 0151 15185595 oder per E-Mail an nicole.harth@hanau.de.  

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