Bürgermeisterwahl

Darum will Kaminsky erneut OB in Hanau werden: „Kapitän sollte Schiff nicht verlassen“

Claus Kaminsky will sich als Oberbürgermeister von Hanau wiederwählen lassen.
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Claus Kaminsky will sich als Oberbürgermeister von Hanau wiederwählen lassen.

2021 wählt Hanau einen neuen Oberbürgermeister: Der derzeitige Amtsinhaber Claus Kaminsky tritt erneut an. Jetzt nennt er seine Beweggründe.

Hanau – In einem Schreiben an alle Mitglieder der Hanauer SPD hat Oberbürgermeister Claus Kaminsky seine Beweggründe für seine erneute Kandidatur um das Hanauer Oberbürgermeisteramt bei der Wahl im kommenden Jahr dargelegt.

Wie bereits berichtete, hatte Kaminsky am Mittwochabend seine Bereitschaft zur erneuten Kandidatur zunächst gegenüber den Spitzen seiner Partei erklärt und danach auch die Koalitionspartner Grüne, FDP und BfH informiert.

Hanau: OB Kaminsky gibt sich auch nach 18 Jahren nicht amtsmüde

In seinem Schreiben an alle SPD-Mitglieder in der Brüder-Grimm-Stadt erklärte Kaminsky nun, es wäre nicht ungewöhnlich, wenn er „nach 18 Jahren im schönen, aber auch fordernden Amt des Oberbürgermeisters unserer Stadt“ seine politische Laufbahn im kommenden Jahr beenden würde. Die bisherige positive Bilanz in der Entwicklung Hanaus könne sich schließlich sehen lassen. „Die aktuelle Entwicklung in diesem Jahr hat andererseits mit dazu beigetragen, dass ich mich für eine erneute Kandidatur entschieden habe“, schreibt Kaminsky: „Ich denke, gerade in stürmischer See sollte der Kapitän das Schiff nicht verlassen.“

OB Kaminsky will Hanau weiterentwickeln

Hanau sei in diesem Jahr „schwerer ins Mark getroffen worden, als jede andere Stadt der Republik“, erinnert der 60-jährige Rathauschef an das rassistische Attentat vom 19. Februar und an die kurz danach beginnende Corona-Pandemie. Beides stelle Hanau vor große Aufgaben. „Es gilt die Wunden zu heilen, die der Terror in unserer Gemeinschaft geschlagen hat. Es gilt die wirtschaftlichen Herausforderungen zu bestehen, vor die unsere Stadt aufgrund der Pandemie gestellt ist,“ so Kaminsky.

Und man müsse weiter engagiert an den Aufgaben arbeiten, die man erfolgreich begonnen habe. Das gelte für die abschließende Entwicklung der Konversion ebenso, wie für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums einschließlich der dazu gehörigen sozialen Infrastruktur (Kita, Schule). Auch die weitere Entwicklung der Stadtteile und der Innenstadt, die Weiterentwicklung von Kultur, Sport und einer sozial gerechten Stadt sowie die Förderung von Bildung und die Schaffung von Arbeitsplätzen, nennt Kaminsky als Aufgaben. „Und wir werden den einmütigen Willen der Stadtverordnetenversammlung und vieler Bürger umsetzen, Hanau in die Kreisfreiheit zu führen und zu einer eigenständigen, kraftvollen Stimme im Rhein-Main-Gebiet machen“. Kaminskys laufende Amtszeit endet im November nächsten Jahres. Er ist seit 2003 Hanaus OB. (did)

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