Brüder-Grimm-Festspiele

Katja Straub erhält den Darstellerpreis für ihre Rolle als Maria Stuart

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Aus den Händen von Peter Jurenda, Stadtrat und Vorsitzender des Vereins zur Förderung von Kunst und Kultur, erhielt Katja Straub den Darstellerpreis des Vereins. 

Den mit 1000 Euro dotierten Darstellerpreis des Vereins zur Förderung von Kunst und Kultur in Hanau bekam die Schauspielerin Katja Straub im Roten Saal des Schlosses Philippsruhe überreicht.

Hanau –  Ihre intensive Darstellung der Maria Stuart in Schillers gleichnamigem Drama bei den Hanauer Brüder-Grimm-Festspielen hatte die Jury überzeugt, wie der Vereinsvorsitzende Peter Jurenda vor den vielen Gästen bei der Preisverleihung erklärte.

Es sei „keine einfache Aufgabe“ gewesen, aus den zahlreichen ins Auge gefassten Kandidatinnen oder Kandidaten den oder die Richtige auszuwählen, so Jurenda. Doch letztlich hätten sich die Juroren einstimmig für die Schauspielerin Katja Straub entschieden, die bereits 2015 als Müllerstochter und Königin im „Rumpelstilzchen“ und 2017 als Meerkatze in Goethes Faust I. bei den Brüder-Grimm-Festspielen auf der Bühne gestanden hat. In der Rolle der schottischen Königin Maria Stuart in dieser Spielzeit allerdings habe Straub ihr „großes schauspielerisches Können und ihre sprachlichen Fähigkeiten“ voll entfalten können, so Jurenda.

Eine „sehr kluge Entscheidung“, meinte auch Hanaus Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck in ihren Grußworten. Mit der Verkörperung der Maria Stuart „haben Sie uns überzeugt“ und der Figur „ein Denkmal auf der Hanauer Bühne gesetzt, das dem Publikum im Gedächtnis bleiben wird“, lobte Funck Straubs intensives Spiel.

Intendant Frank-Lorenz Engel erinnerte in seiner Laudatio daran, dass Katja Straub ihre berufliche Laufbahn mit einem Psychologiestudium begonnen hat. Doch der frühe Wunsch, Schauspielerin zu werden, habe sich durchgesetzt. „Der Ruf der Bühne war zu laut.“ Schon beim Vorsprechen habe Katja Straub ihn überzeugt. „Wandelbarkeit, Wahrhaftigkeit, Wille und Wohlgestalt“ zeichneten die Schauspielerin aus, die mit „schauspielerischer Intelligenz“ ihre Rollen fülle. Katja Straub sei „eine tolle Schauspielerin, ein toller Mensch.“

Sie sei, was die Verkörperung von Maria Stuart und auch ihre anderen Rollen angehe, „ganz bei sich und dennoch durchlässig für die Lebenswelt der Figur“, äußerte sich auch Vorjahrespreisträger Dieter Gring in seiner Laudatio. Er zeigte besonderen Respekt dafür, dass Katja Straub den durchaus fordernden Beruf der Schauspielerin mit Familie samt Kind „unter einen Hut“ bringe.

Eine „wahnsinnige Ehre“ ist die Auszeichnung für die Preisträgerin selber, wie sie in ihren Dankesworten betonte. Die Maria Stuart sei die Rolle gewesen, die sie als Schauspielerin schon immer besonders interessiert habe. Eine Rolle, „an der ich wachsen konnte.“ Auch, weil die Atmosphäre der Hanauer Brüder-Grimm-Festspiele eine ganz eigene sei. „Es ist etwas sehr Besonderes, wie das Miteinander hier passiert.“

VON DIETER KÖGEL

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