Hanau

Land Hessen fördert Konzept für E-Mobilität mit 500 .000 Euro Förderung 

So wird eine der bis zu zwölf E-Mobilitätsstationen aussehen, die im Pioneer-Park geplant sind. Die erste soll bereits im Sommer in Betrieb gehen. 
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So wird eine der bis zu zwölf E-Mobilitätsstationen aussehen, die im Pioneer-Park geplant sind. Die erste soll bereits im Sommer in Betrieb gehen. 

Das Land Hessen unterstützt die Pläne im Pioneer-Park in Hanau. Bis zu 25 Prozent aller Stellplätze werden elektrifiziert.

Hanau – Die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Hessen-Hanau GmbH, die den Pioneer-Park in Wolfgang entwickelt, bekommt eine Landesförderung in Höhe von 500.000 Euro. Unterstützt wird damit das E-Mobilitätskonzept, das in dem neuen Stadtquartier auf dem Gelände der ehemaligen Pioneer-Kaserne realisiert wird. Die Gesamtinvestition beläuft sich nach LEG-Angaben auf rund drei Millionen Euro.

Das E-Mobilitätskonzept für den Pioneer-Park umfasst den Aufbau von bis zu zwölf E-Mobilitätsstationen inklusive Ausbau einer Ladeinfrastruktur im gesamten Quartier und verschiedene Sharing-Angebote für Bewohner und Besucher des Pioneer-Parks. Die LEG Hessen bezeichnet ihr Mobilitätskonzept, das sie gemeinsam mit dem Gewinner des Deutschen Umweltpreises 2019, die GP Joule aus Schleswig-Holstein, geplant hat und nun umsetzt, als „größtes deutsches E-Mobilitätscluster“.

Die bis zu zwölf geplanten E-Mobilitätsstationen werden neben einer öffentlich zugänglichen AC- und DC-Ladeinfrastruktur mit Ladeleistungen von bis zu 150 KW je Ladepunkt auch Sharing-Angebote mit E-Autos, E-Bikes und E-Lastenbikes bereithalten. Diese können sowohl von Bewohnern, als auch Besuchern des Quartiers genutzt und künftig über eine Quartiers-App gebucht werden. Unter Verweis auf das E-Mobilitätskonzept wurde der Stellplatzschlüssel für Wohnungen von der Stadt Hanau auf 1,2 Stellplätze je Einheit reduziert.

Über die E-Mobilitätsstationen hinaus ist der Ausbau einer Ladeinfrastruktur im gesamten Wohngebiet vorgesehen. Am Ende könnten so rund 750 öffentliche und private Ladepunkte entstehen. Das entspräche einer möglichen Elektrifizierung von bis zu 25 Prozent aller Stellplätze im Pioneer-Park.

Herzstück des E-Mobilitätskonzepts ist nach LEG-Angaben die erstmalige Implementierung eines zweistufigen Ladelast- und Energiemanagementsystems. Dieses System kann durch die Steuerung der Ladelast an unterschiedlichen Punkten im Quartier eine Netzüberlastung und in der Konsequenz eine Netzabschaltung wirkungsvoll verhindern. Dabei steuert das System nicht nur die Ladeinfrastruktur an den E-Mobilitätsstationen, sondern auch die an den privaten Stellplätzen.

Zum Mobilitätskonzept für den Pioneer-Park gehört auch die Installation von My-Renz-Paketboxen an zwei E-Mobilitätsstationen im Eingangsbereich zu dem Wohnviertel. Damit soll weitestgehend der Lieferverkehr aus dem Quartier herausgehalten werden. Die erste Mobilitätsstation will die LEG Hessen-Hanau bereits bis zum Sommer in Betrieb nehmen.  

did

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