Erhebliche Auswirkungen auf den Schwimmbetrieb

Freibad bleibt einen Sommer lang geschlossen - Millionen-Investitionen in Bäder geplant

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Freibad-Freuden wird es im Lindenaubad im Sommer 2021 wohl nicht geben. Weil die Hallenbad-Technik umfassend saniert wird, steht auch das daran angeschlossene Freibad nicht zur Verfügung.

Im Sommer 2021 bleibt das Großauheimer Lindenau-Freibad geschlossen. Den es wird für viele Millionen Euro saniert. Und danach kommt das Heinrich-Fischer-Bad an die Reihe.

Hanau – Im Sommer 2021 bleibt das Großauheimer Lindenau-Freibad geschlossen. Grund: Das komplette Bad mit Schwimmhalle, Foyer, Bistro und Umkleideräumen wird voraussichtlich von November 2020 bis April 2022 saniert. Das teilte die Hanau Bäder GmbH mit. Und danach kommt das Heinrich-Fischer-Bad an die Reihe. Insgesamt seien Investitionen von 12 Millionen Euro geplant.

„Wir müssen unsere Bäder fit für die Zukunft machen, damit sie weiter der Daseinsvorsorge sowie dem Schul- und Vereinssport dienen und dem Konkurrenzdruck Stand halten können“, meint Hanaus Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Bädergesellschaft, Axel Weiss-Thiel (SPD). Nur mit attraktiven Bädern könne man auch deren Zuschussbedarf stabil halten, meint er.

„Dringender Handlungsbedarf“ herrscht laut Uwe Weier, Geschäftsführer der Hanau Bäder GmbH, im Lindenaubad. Dort sei aus statischen Gründen unter anderem der Einbau zusätzlicher Beckenstützen und ein kompletter Beckenneuaufbau notwendig. Dafür muss zweieinhalb Meter rund um das Hallenbecken gebaut werden. Alle Rohrleitungen und Pumpen sind in diesem Bereich zurückzubauen. Das bedeutet, dass technische Verbindungen zu den Becken im Freibadbereich gekappt werden müssen, sodass während der Sanierung auch kein Freibadbetrieb möglich ist.

Für die Sanierung des Lindenaubads erwartet die Hanau Bäder GmbH ebenso Landesförderung wie für die Modernisierung des Heinrich-Fischer-Freibads. Das gilt auch für die energiesparendere LED-Deckenbeleuchtung, die im August 2020 im Heinrich-Fischer-Hallenbad eingebaut wird; im Lindenaubad ist das bereits geschehen.

Wenn die Sanierung des Lindenaubads im Innenbereich 2022 beendet ist, sollen möglichst anschließend die rund zweijährigen Bauarbeiten im Heinrich-Fischer-Freibad beginnen. „Das könnte sich aber auch um ein Jahr verschieben, das hängt von der Förderbewilligung ab“, erläutert Weier.

An der Eugen-Kaiser-Straße ist die Sanierung aller Freibadbecken inklusive Haustechnik notwendig. Im Technikkeller sollen die veralteten Rohrleitungen betriebs- und wartungsfreundlicher als bisher angeordnet werden.

Etwa ein Drittel des Sportbeckens draußen soll zu einer familienfreundlichen Erlebnislandschaft mit Breitrutsche am nördlichen Beckenrand werden. Dafür entfällt die stark in die Jahre gekommene lange Rutsche ins Wellnessbecken, das wiederum eine „Strandzone“ mit niedrigem Wasserstand erhalten soll. Für das Kinderbecken sind mehrere Spielgeräte sowie eine Kleinkind-Rutsche vorgesehen, außerdem geplant ist ein „interaktiver Wasserspielplatz“. Das denkmalgeschützte Sprungbecken bleibt erhalten.

did

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