ALF will Teil der Parkplätze beibehalten

Neugestaltung der Wallonischen Ruine: Linke kritisieren Planung 

+
Noch in diesem Jahr soll eine Entscheidung fallen, ob und wie der Platz rund um die Wallonisch-Niederländische Kirche umgestaltet wird. Streitpunkt sind vor allem die Parkplätze.

Hanau - Deutliche Kritik an den Planungen zur Neugestaltung des Platzes an der Wallonisch-Niederländischen Kirche als Grünfläche äußern die Alternative Linke Fraktion (ALF) und die Alternative Linken Liste (ALL).

Nach Ansicht der Linken wäre es sinnvoll gewesen, von Anfang an alle Betroffenen zurate zu ziehen, heißt es in einer Pressemitteilung. So hätte sich die Stadt eine Menge Geld sparen können. Dabei gehe es ALF und ALL nicht nur um die künftige Parkplatzsituation. Dennoch gehen sie in dieser Frage konform mit den Marktbeschickern, die fordern, hier zumindest 50 Kurzzeitparkplätze zu erhalten. Viele ältere, alte, geh- und anderweitig behinderte Menschen jeden Alters seien nicht in der Lage, ihre Einkäufe vom Markt bis zu den einiger Entfernung befindlichen Parkhäusern zu schleppen. Zwar bestünde die Möglichkeit, alternativ die Busangebote zu nutzen, doch auch diese Option stünde vielen nicht offen, weil die Nutzung für diese Klientel einfach zu teuer sei, so ALF und ALL in ihrer gemeinsamen Erklärung.

Mehr zum Thema:

Händler fühlen sich von Plänen überrumpelt

Bei Verzicht auf Umgestaltung droht Vertragsstrafe

CDU will 70 Parkplätze rund um Wallonisch-Niederländische Kirche erhalten

Dies alles ist nach Ansicht der Alternativen Linken Fraktion nicht bis zur letzten Konsequenz durchdacht, weshalb sie sich dafür ausspricht, wenigstens einen gewissen Anteil an Parkplätzen beizubehalten. Zudem fordert die ALF, dass ihre Anregung, anstatt eines teuer zu planenden neuen Parks rund um die Wallonisch-Niederländische Kirche das Projekt Urbanes Gärtnern („Essbare Stadt“) umgesetzt wird. Das sei mit keinem Wort erwähnt worden, „obwohl es von Seiten der Stadt hieß, diese Anregung werde mitgenommen“, so die ALF. Einzig viel zu teure, zum Teil den Platz versiegelnde Denkmale seien vorgesehen. So sehe der Platz auch ohne Autos recht fantasielos und einigermaßen unterkühlt aus, befinden die Linken.

Ihre Forderung, in wenigstens einem Teil der Wallonisch-Niederländischen Parkfläche ein urbanes Gärtnern zu ermöglichen, bestehe weiterhin. Wie bereits oft von der ALF angeführt, sei dies sicherlich eine schöne, einfache und kostengünstige Methode, verschiedene Kulturen zusammenzuführen. Schließlich sei diese Art des Kommunizierens im Hanauer Kulturentwicklungsplan vorgesehen und festgeschrieben, so ALF und ALL in ihrer Mitteilung. (ho)

Parkplatzkampf im Großstadtdschungel

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare