Unter anderem für städtische Gesellschaften

Magistrat schnürt weiteres Hilfspaket mit einem Volumen von über sieben Millionen Euro

Die Stadt packt noch mal was in den Umschlag: So sind etwa für die Anschaffung von Hygienematerial und Schutzausstattungen 2,3 Millionen Euro veranschlagt.
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Die Stadt packt noch mal was in den Umschlag: So sind etwa für die Anschaffung von Hygienematerial und Schutzausstattungen 2,3 Millionen Euro veranschlagt.

Der Magistrat hat ein zweites Corona-Hilfspaket auf den Weg gebracht. Das Gesamtvolumen ist beachtlich: Es umfasst immerhin sieben Millionen Euro. Mit dem Geld sollen Verluste städtischer Gesellschaften finanziert werden, außerdem die Arbeit des Krisenstabs. Die Stadtverordneten sollen der Vorlage der Stadtregierung in der nächsten Sitzung am Montag, 28. September (17 Uhr, August-Schärttner-Halle), zustimmen.

Hanau – Größter Teil des Pakets sind 2,5 Millionen Euro, die zur Stärkung des Eigenkapitals der städtischen Beteiligungsholding fließen sollen. Städtische Gesellschaften wie die Verkehrsbetriebe HSB, aber auch Bäder- und Parkhaus-GmbH haben durch die Corona-Pandemie mit ausbleibenden Busfahrgästen, Besuchern und Parkern zu kämpfen und somit erhebliche Verluste zu verzeichnen. In die HSB sollen zum Ausgleich 1,3 Millionen, in die Bäder-GmbH 0,4 und in die Parkhaus-GmbH 0,8 Millionen Euro fließen.

Hanau: 2,3 Millionen Euro für die Anschaffung von Hygienematerial und Schutzausstattungen

Zudem sind für die Anschaffung von Hygienematerial und Schutzausstattungen 2,3 Millionen Euro veranschlagt. Die städtische Beteiligungsholding hat bis jetzt laut dem Magistratspapier Hygiene- und Schutzausrüstungen im Wert von zwei Millionen Euro angeschafft. Im Gefahrenabwehrzentrum im Stadtteil Lamboy (Hauptfeuerwache) sollen die bisher nicht benötigten Artikel eingelagert werden, um sie bei erneuten Ausnahmezuständen zu verteilen.

Rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt der Magistrat an Kosten für den Krisenstab. Neben Personal- und Sachkosten würden auch zusätzlich Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie kurzfristig in Auftrag gegeben, heißt es, etwa für das städtische Hygiene-Team (200 000 Euro), das Geschäfte und Lokale berät und auch Kontrollen durchführt. Im Zusammenhang mit dem Krisenstab war zuletzt insbesondere die Beauftragung mehrerer externer Medienleute öffentlich kritisiert worden. Zum Hilfspaket sollen außerdem 0,7 Millionen Euro für Investitionszuschüsse zur Digitalisierung von Schulen gehören. Die geplanten Maßnahmen waren wegen Corona und Homeschooling vorgezogen worden. In Hanau ist bereits ein erstes Hilfspaket in Kraft. Es hat ein Volumen von fünf Millionen Euro. Wesentlicher Bestandteil ist ein Gutschein-System, mit dem der örtliche Handel unterstützt werden soll. Zudem beinhaltet das Paket Hilfen für Vereine und den Kultursektor.

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