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Große Ehre: Karnevalsverein aus Hanau läuft am Rosenmontag in Mainz mit

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Die Vorbereitungen für die Teilnahme am Mainzer Rosenmontagszug laufen auf Hochtouren. Die Karnevalisten des CV Klein-Auheim richten ihren Elferratswagen her.

Rosenmontag naht und damit der berühmte Umzug in Mainz. Mit dabei ist dieses Jahr auch ein Verein aus Hanau – es ist eine vielleicht einmalige Chance. 

  • Carneval-Verein (CV) 1895 Klein-Auheim fährt nach Mainz
  • Die Aufregung ist groß
  • Elferratswagen und Zugfahrzeug müssen am Rosenmontag um 9 Uhr in Mainz  sein

Hanau – „Wir sind die Zugnummer 116, starten mit Elferwagen und Fußgruppe zwischen 12. 50 und 13 Uhr. Unser CV-Elferratswagen und die Fußgruppe müssen spätestens um 12.15 Uhr in der Zugaufstellung sein“, sprudelt es aus CV-Vorsitzenden Sascha Feldes heraus. Die Vorbereitungen sind in vollen Gange.

Am Mittwoch trafen sich die CV-Elferratsmitglieder einmal mehr in ihrer Vereinshalle, um an einer Zugmaschine die Spanplatten-Verkleidung weiß zu streichen. Am Ende soll sie bunt in den CV-Farben erstrahlen. „Um den Anforderungen des Veranstalters gerecht zu werden, müssen wir an Zugfahrzeug und Elferwagen einige Vorgaben einhalten“, erklärt Feldes. So muss die auf einem Grundgerüst um den Traktor herum gebaute „Schürze“ die Räder komplett verkleiden. „Sie darf nicht höher als 30 Zentimeter über dem Boden sein“, so Feldes.

Hanau: Carneval-Verein (CV) 1895 Klein-Auheim nimmt am Rosenmontagszug in Mainz teil

Der Mann am Steuer: Heiner Deckenbach wird das Schlepperfahrzeug in Mainz lenken.

Elferratswagen und Zugfahrzeug müssen am Rosenmontag spätestens um 9 Uhr in Mainz in der Zugaufstellung sein. Der Schlepper bräuchte – selbstfahrend – sechs bis sieben Stunden bis in die Mainzer Neustadt. Der CV organisierte sich deshalb Hilfe. Dank der Seligenstädter Wagenbauer wurde ein Tieflader organisiert. Auf den wird am Rosenmontag zwischen 4 und 6 Uhr nicht nur der Elferratswagen geladen, sondern auch das Schlepperfahrzeug – „Planen drüber und dann geht’s los“, sagt Feldes. Der Tieflader muss zudem von zwei Autos begleitet werden.

Für den Klein-Auheimer ist die Teilnahme am Mainzer Rosenmontagszug zum 125-jährigen Bestehen des CV eine einmalige Gelegenheit. 50 Vereinsmitglieder, die per Reisebus nach Mainz fahren, nehmen an dem bekannten Lindwurm teil und werden auch im Fernsehen zu sehen sein. Schließlich wird der Rosenmontagszug live übertragen. Der Rosenmontagszug in Mainz zählt mit über 8000 Teilnehmern und 500 000 Zuschauern an der Strecke zu den größten in Deutschland.

Hanau: Letzte Vorbereitungen beim Carneval-Verein (CV) 1895 Klein-Auheim 

Jörg Knierrim und der CV-Vorsitzende Sascha Feldes greifen zur Farbrolle.

Die Regelungen für die Teilnehmer sind übrigens strikt. „Auf dem Wagen herrscht strenges Alkoholverbot, es dürfen keine Glasflaschen auf den Wagen und der darf nicht aufgeschaukelt werden. Zudem darf der Fahrer der Zugmaschine nicht mehr als fünf Meter Abstand zur Vorgruppe lassen“, erläutert Feldes. Der Zug wird auf gesamter Strecke videoüberwacht.

Die von der CV-Fußgruppe und dem Elferwagen zurückzulegende Zugstrecke beträgt sieben Kilometer, die Zuglänge neun Kilometer. „Das wird ein einmaliges Erlebnis für uns alle“, sagt der CV-Chef.

Auslöser für das Mainz-Abenteuer war ein Artikel in unserer Zeitung, in dem über die erste Kostümsitzung und das Doppeljubiläum 125 Jahre CV und 75. Prinzenpaar berichtet wurde, erläutert der Vorsitzende. Den Bericht las ein Bekannter aus 30 Jahre zurückliegenden Zivildienstzeiten von Feldes. Der Bekannte unterhält beste Kontakte zur Mainzer Fassenacht – und rief Feldes an. Dabei machte er ihm das Angebot, beim Zug in der Mainzer Fastnachtshochburg mitzumachen. Neben dem wohl einmaligen Erlebnis in Mainz nehmen die CVler natürlich am Klein-Auheimer Umzug (23. Februar) sowie in Hainstadt (16. Februar), Hanau (22. Februar) und Großauheim (25. Februar) teil.


VON HOLGER HACKENDAHL

Auch in anderen Gemeinden ist das närrische Treiben bereits in vollem Gange. In Offenbach bestaunten einige Tausend Narren den Umzug.

Wer macht denn sowas? Erschüttert zeigten sich Mitarbeiter des Tierheims über einen Fund am frühen Morgen. In der eiskalten Nacht wurden in Hanau zwei Kaninchen „wie Müll“ ausgesetzt.

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