Gymnasium

Hanau: Martin Göbler ist der neue Schulleiter der Hohen Landesschule

Der neue Schulleiter der Hohen Landesschule, Martin Göbler, freut sich auf seine neuen Aufgaben an dem Hanauer Gymnasium.
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Der neue Schulleiter der Hohen Landesschule, Martin Göbler, freut sich auf seine neuen Aufgaben an dem Hanauer Gymnasium.

Als Martin Göbler vergangenen Montag seinen ersten offiziellen Tag als Schulleiter an der Hohen Landesschule hatte, stand ihm die Überraschung ins Gesicht geschrieben. „Mich empfing eine kleine Delegation aus rund 25 Kollegen vor dem Hola-Tor. Eine wirklich herzliche Begrüßung durch das Kollegium“, erzählt der 57-Jährige.

Zum positiven Start an der neuen Schule ließen die Holaner ihren neuen Chef den Hola-Eid sprechen – mit zwinkerndem Auge, wie Göbler erzählt. „Es ist wichtig sich trotz aller Widrigkeiten, wovon wir momentan ja wirklich genug haben, seinen Humor zu bewahren.“

Viel zu lachen gab es an dem Hanauer Gymnasium in Sachen Schulleitung in den vergangenen Monaten nicht. Die Schulleitungsvakanz war nicht nur immer wieder Thema in unserer Zeitung, auch viele besorgte Eltern machten ihrem Unmut über den nicht besetzten Posten immer wieder Luft.

Doch damit ist nun Schluss. Die Hola hat wieder einen Chef. Göbler betont, dass die Schule, auch ohne Schulleiter, immer auf ein starkes und funktionierendes Führungsteam hat setzen können. Aus sechs Personen besteht dieses Team, das sich aus dem stellvertretenden Schulleiter, der Oberstufenleiterin, drei Fachbereichsleitern und, seit einer Woche, aus Göbler als Schulleiter zusammensetzt. „In Schieflage geriet die Schule deshalb nie, die Kollegen im Team sind alle sehr engagiert und leisten wirklich gute Arbeit. Das Leitungsteam ist das Planungsherzstück einer Schule“, lobt er. Es habe alle Vakanzen aufgefangen. Göbler: „Die Hola ist nach wie vor gut aufgestellt.“

Der gebürtige Westerwälder hat nach seinem Abitur in Darmstadt an der Frankfurter Goethe Universität studiert, Deutsch und Musik auf Gymnasiallehramt. Anfang der Neunziger kam er fürs Referendariat an die Bad Homburger Humboldtschule, bevor er seine erste Stelle als Lehrer an einem Butzbacher Gymnasium antrat. 2009 ging es für Göbler zurück nach Bad Homburg, wo er die Stellvertretung der Schulleitung übernahm. Zwei Jahre später wurde er Schulleiter an der Augustinerschule in Friedberg. „Dort war ich bis zum Sonntag vor einer Woche“, sagt er. Private Gründe haben ihn bewogen, sich um den Chefposten an der Hola zu bewerben. Seit 2016 lebt der dreifache Vater mit seiner Familie bereits in Hanau, wo er im Stadtteil Wolfgang ein Zuhause gefunden hat. Von dort läuft er gerne los in Richtung Bulau, um sein Sportlerherz zu befrieden. Als ehemaliger Leistungsturner ist es Göbler wichtig, seinen Körper fit zu halten. Den Geist sowieso, aber darum muss sich ein Schulleiter, zumal an einer so großen Schule wie der Hola, wohl wenig sorgen.

„Zunächst geht es für mich darum, das System Hola kennenzulernen und mich in den Schulentwicklungsprozess einzuarbeiten“, beschreibt Göbler die Dinge, die er in den ersten Wochen an der neuen Schule in Angriff nehmen will. „Und natürlich die Kollegen kennenlernen. Außerdem ist die Digitalisierung eine Aufgabe, die uns fortwährend begleiten wird. Hier müssen wir nicht nur die Technik sicherstellen, auch die pädagogische Seite müssen wir im Blick behalten. Zudem wird uns die Pandemie mit all ihren Herausforderungen weiterhin begleiten.“

Auch neue Impulse möchte der musisch Interessierte Göbler, der sich mit Kunst, dem darstellenden Spiel und Theater beschäftigt und Geige und Klavier spielt, gerne einbringen. An seinen bisherigen Schulen hat er Musicals produziert. „Die Hola hat ihre Schwerpunkte in anderen Bereichen, Musik steht bei uns eher nicht im Vordergrund, da ist die Karl-Rehbein-Schule vorne. Man kann das aber auch hier in den Blick nehmen und in diesem Bereich ein paar Schritte weiter gehen.“

Dass Göbler an der Hola auch unterrichten wird, ist eher unwahrscheinlich. „Eventuell werde ich Vertretungen übernehmen. Aber erfahrungsgemäß ist das Aufgabenpensum eines Schulleiters so hoch, dass unterrichten fast nicht mehr möglich ist.“

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