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Hier laufen alle Fäden zusammen: Die neue Leitzentrale für Hanauer Parkhäuser ist da

Bilder der Überwachungskameras und viele andere Informationen laufen auf den Monitoren der neuen HPG-Leitzentrale im Parkhaus Am Forum ein. 
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Bilder der Überwachungskameras und viele andere Informationen laufen auf den Monitoren der neuen HPG-Leitzentrale im Parkhaus Am Forum ein. 

Telefon 28800 – das ist in Hanaus städtischen Parkhäusern und Tiefgaragen eine wichtige Rufnummer für die Kundschaft und die Hanauer Parkhaus GmbH (HPG) gleichermaßen.

Hanau - Über einen Knopfdruck an der Schranke oder am Kassenautomat wird diese Nummer automatisch gewählt – und am anderen Ende der Leitung wartet Hilfe.

Per Service-Hotline, ergänzt um die Videokameras in fast allen Eingangsbereichen, können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HPG rund um die Uhr und an allen Tagen um mögliche Probleme und Abhilfe kümmern. Dabei laufen alle Fäden zusammen in der neuen Leitzentrale der Hanauer Parkhaus GmbH, die jetzt in Betrieb genommen wurde.

Die Leitzentrale, die ihren Sitz wie bisher im Parkhaus Am Forum (früher: Parkhaus Am Frankfurter Tor) hat, ist montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr besetzt. Darüber hinaus gibt es einen Bereitschaftsdienst, der jederzeit erreichbar ist; er besteht aus insgesamt acht sich abwechselnden HPG-Technikern.

Der Bereitschaftsdienst hat jenes Ampelsystem auf dem Tablet eingespielt, das auch auf den großen Monitoren der Leitzentrale zu sehen ist. Mit Gelb wird beispielsweise angezeigt, wenn die Kasse eines Automaten im Parkhaus bald voll und zu leeren ist. Rot wird angezeigt, wenn die jeweils 10 000 Parktickets in einem Kassenautomaten fast aufgebraucht sind. Oder wenn eine Kasse wegen einer im Einwurf hängen gebliebenen Münze außer Betrieb ist – was in einem aktuellen Fall zusätzlich eine Kundin per Service-Hotline gemeldet hat.

Bevor die neue Leitzentrale in Betrieb gegangen ist, liefen die Anrufe über die Hotline stets bei einem Techniker auf, der von einem der Parkbauten zum anderen unterwegs war. „Die Gespräche waren nicht immer ganz einfach, wenn unser Fachmann beispielsweise mit der Geräuschkulisse des an der Schranke ein- und ausfahrenden Verkehrs im Hintergrund einem Kunden telefonisch helfen sollte“, beschreibt Andreas Herchenröther, technischer Leiter der HPG, frühere Situationen.

Von der neuen Leitzentrale aus lasse sich nun besser helfen, wenn es Probleme mit Schrankenausfahrt oder Kassenautomat gebe. Dabei unterstützt auch der Blick auf den Monitor, der die Situation per Videokamera einfängt. „So können wir die Lage vor Ort besser einschätzen“, meint Herchenröther. Wenn beispielsweise beim Ausfahrprozedere trotz aller telefonischer Tipps die Schranke unten bleibe und das Hupkonzert wartender anderer Kunden vernehmlich zunehme, dann werde die Schranke von der Leitzentrale aus auch schon mal automatisch geöffnet. „Natürlich überprüfen wir anhand des auf dem Bildschirm gesehenen Autos, ob dessen Fahrer auch vorher bezahlt hat“, betont der technische Leiter.

Die neue Leitzentrale erleichtert der Parkhaus-Gesellschaft auch die Verwaltung der Dauerparker und die Gutscheinvergütung. Auch das Parkleitsystem wird von hier aus überwacht.

Aber die umfangreiche Kameraüberwachung in Parkhäusern und Tiefgaragen hilft zuweilen auch, Graffiti-Sprayern oder Müllsündern habhaft zu werden. Erst unlängst hatte eine Autofahrerin zig Bücher in einem Parkhaus illegal entsorgt. Sie konnte überführt und angezeigt werden, weil ihr Autokennzeichen erkannt wurde.

Widerrechtlich weggeworfener Müll sei in den Parkbauten der Innenstadt durchaus ein Problem, erklärt Herchenröther, wenngleich das nicht zugenommen habe. Wöchentlich fällt durchschnittlich ein Kubikmeter Müll in allen Parkhäusern an, den die HPG in den Parkbauten einsammelt. Darunter befinden sich viel Verpackungsabfall, alte Kleidung und ausrangierte Schuhe, aber auch Elektroschrott und sogar Bauschutt. 

did

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