„Kopf, Herz und Hand aktivieren“

Neun Gruppen beteiligen sich an den diesjährigen Schultheatertagen

„Wer wissen will, was Jugendliche umtreibt, muss an diesem Tag einfach gut zuhören“, heißt es über die Hanauer Schultheatertage, die diesmal im Olof-Palme-Haus stattfinden.
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„Wer wissen will, was Jugendliche umtreibt, muss an diesem Tag einfach gut zuhören“, heißt es über die Hanauer Schultheatertage, die diesmal im Olof-Palme-Haus stattfinden.

„Schultheater kann viel: Es kann Kinder und Jugendliche ebenso so sehr fordern wie fördern. Es kann uns und anderen den Spiegel vorhalten, Spannung und Lachen provozieren. Es kann Gruppen verändern. Aber vor allem kann es begeistern!“

Hanau – Das sagte Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck bei der Abschlussveranstaltung der vergangenen Hanauer Schultheatertage. Und das soll auch für die Theatertage in diesem Jahr gelten, die am Dienstag, 14. Februar, im Olof-Palme-Haus stattfinden und an denen sich neun Schulen aus Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis beteiligen.

Um die Hanauer Schultheatertage war es zwischenzeitlich ruhig geworden. Seit 2018 gibt es sie wieder – mit verändertem Konzept. Im Vorjahr beteiligten sich sechs Gruppen an der Veranstaltung. Bei der Teilnehmerzahl gebe es noch Luft nach oben, so der Tenor damals. Diesmal konnten immerhin drei Ensembles mehr gewonnen werden.

„Spiel-Arten“ lautet in diesem Jahr das Motto. Die Schultheatertage wollen, sagt Schirmherr Oberbürgermeister Claus Kaminsky „Kopf, Herz und Hand gleichzeitig aktivieren“. Susanne Meißner, Amtsleiterin des Staatlichen Schulamtes für den Main-Kinzig-Kreis: „Uns geht es weniger um professionelle Inszenierungen, sondern darum, dass die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich neuen Herausforderungen stellen, innere Begrenzungen und Ängste überwinden und ihrer Kreativität Ausdruck verleihen.“ Zudem soll das Gemeinschaftsprojekt des städtischen Fachbereichs Kultur mit dem Staatlichen Schulamt neue Begegnungsmöglichkeiten zwischen Künstlern, Lehrkräften und Schülern entstehen lassen.

Mit viel Engagement haben die Projektverantwortlichen Anne Schadt (Schulamt) und Wolfgang Kischel (Fachbereich Kultur) ihr Konzept umgesetzt. Alle weiterführenden Schulen in Stadt und Kreis konnten sich für unterschiedliche Projekte mit verschiedenen Theaterpädagogen bewerben. Letztere werden von den Organisatoren und Sponsoren wie dem Hessischen Kulturministerium und der Stiftung der Sparkasse Hanau finanziert, die Schulen leisten dazu lediglich einen kleinen Eigenanteil.

Mit von der Partie sind diesmal bei den Schultheatertagen die Kopernikusschule Gelnhausen (unterstützt von Raphael Kassner), die Hanauer Karl-Rehbein-Schule (Referent Benjamin Baumann), die Bruchköbeler Heinrich-Böll-Schule (Andrea Fischer), die Bertha-von-Suttner-Schule in Nidderau (Dominique Macri), die Kreisrealschule Bad Orb (Stefanie Zellmann), die Hohe Landesschule Hanau (Isabelle Stolzenburg), das Franziskaner-Gymnasium Großkrotzenburg (Nikolas Hamm), die Otto-Hahn-Schule Hanau (Nikolas Hamm) und die Käthe-Kollwitz-Schule Langenselbold (Ferenc Kréti).

Alle Gruppen werden am 14. Februar von 14 bis 19 Uhr die einstudierten Szenen auf der Bühne des Olof-Palme-Hauses präsentieren. Dabei setzen die Verantwortlichen auf Spaß und Kreativität, haben jedoch auch Grundlegendes im Fokus: „Die Schule ist nahezu der einzige Ort, an dem ästhetische und kulturelle Bildung alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen, ökonomischen oder kulturellen Herkunft kontinuierlich erreichen kann“, betont Kultur-Fachbereichsleiter Martin Hoppe.

„Theaterspielen bedeutet stets auch Perspektivwechsel und ist somit letztlich Prävention, denn man lernt, dass es noch andere Sichtweisen auf die Welt gibt, als die eigene, dass Dinge anders sein können, als man selbst oder gar die sozialen Medien sie wahrnehmen und wiedergeben“, sagt Organisator Wolfgang Kischel.

cs

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